Cubot Max 2 im Test: Maximum zum niedrigen Preis? - Seite 4

Großes 6,8"-Smartphone mit massivem Akku für weniger als 150 Euro

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Display & Kamera

Mit 6,8 Zoll Diagonale bringt das Cubot Max 2 ein mächtiges LC-Display mit. Allerdings sind die Auflösung von 1352×640 Pixeln und die daraus resultierende Pixeldichte von gerade einmal 220 ppi im Alltag leider wahrnehmbar. So nimmt man einzelne Pixel auf dem Bildschirm durchaus wahr und man würde sich doch eine höhere Schärfe herbeisehnen. Für diejenigen, die oft Videos am Smartphone ansehen, ist das sicherlich ein ordentlicher Minuspunkt.

Immerhin sind die Farben kräftig und der Bildschirm sehr hell. So haben wir die Helligkeit manuell stets recht niedrig eingestellt, da das Display sonst auch gerne als Taschenlampe herhalten dürfte. Auch die Blickwinkelstabilität passt und die Schwarzwerte sind für einen günstigen LC-Bildschirm völlig in Ordnung. Das Problem bleibt wie gesagt die Auflösung des Bildschirms. Das stört auch bei einigen Apps: YouTube etwa schaltet die Auflösung automatisch auf 480p, da man formal keine 720p erreicht. So ist es schade, dass Cubot bei dieser übergroßen Diagonale nicht eine etwas höhere Auflösung gewählt hat.

In diesem Preisbereich von unter 150 Euro ist die Kamera in der Regel der größte Schwachpunkt bei Smartphones. Das Cubot Max 2 relativiert diese Aussage aber, denn tatsächlich bleibt das Display das schwächste Glied in der Kette. Allerdings schummelt Cubot: Auch wenn man das Max 2 mit einer Dual-Kamera bewirbt, funktioniert tatsächlich nur eine Linse mit dem Sony IMX486 Sensor und 12 Megapixeln sowie einer Blende von f/1.8 im Hintergrund.

Erstaunlicherweise gelangen uns Fotos, die oft besser aussehen, als in der Vorschau der Kamera-App. Bei ausreichend Licht kann man Aufnahmen mit ausgewogenen Farben, guter Dynamik und einem soliden Detailgrad erzielen. Jedoch schärft das Cubot Max 2 etwas zu aggressiv nach. Dadurch sehen alle unsere Fotos, in denen viele einzelne Blätter zu sehen sind, etwas unschön aus. Gerade bei vielen kleinen Objekten fällt die übereifrige Nachschärfung sehr auf.

Bei wenig Licht bricht die Qualität schnell ein und selbst die Nachschärfung kann nicht mehr viel retten, denn die Ergebnisse sind nur selten brauchbar. Solange aber etwas Umgebungslicht vorhanden ist, sind adäquate Fotos möglich – besser, als man es in diesem Preissegment von vielen Konkurrenten kennt.

Ein Witz ist jedoch der Bokeh-Modus, wie man auf obigem Bild erkennt. Es wird einfach alles um den kreisrunden Fokus unscharf gemacht. Vernünftig ausgeschnitten wird also gar nichts, so dass dieser Modus schlichtweg komplett unbrauchbar ist.

Die Frontkamera mit 8 Megapixeln liefert solide Selfies, die man durchaus vorzeigen kann. Auch hier wurden unsere Erwartungen eher übertroffen. Features wie ein Porträtmodus, die man von höherwertigen Modellen kennt, fehlen allerdings. Außerdem gibt es in der Kamera-App von Cubot generell nur sehr wenige Einstellungsmöglichkeiten – auch HDR lässt sich etwa nicht zu- oder abschalten.

André Westphal

Redakteur

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