AMD Ryzen 9 3950X erreicht Taktziele nicht?

Verschiebung der 16-Kern-CPU angeblich weil angepeilte Taktraten nicht erreicht

AMD hatte den Ryzen 9 3950X eigentlich für September angekündigt, diese 16-Kern-CPU aber kürzlich auf November verschoben. Technische Gründe wurden nicht genannt, was zu Spekulationen führte. Nun heißt es aus Taiwan, dass der Ryzen 9 3950X bislang nicht die (hoch gesetzten) Ziele bei den Taktraten erreicht hat, so dass wohl noch etwas Optimierung notwendig sei.

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AMD hatte relativ hohe Taktraten für den Ryzen 9 3950X geplant mit 3,5 GHz Basistakt und 4,7 GHz Boost-Takt. Das ist sogar mehr Turbo-Boost als beim bereits erhältlichen Ryzen 9 3900X mit 12 Kernen, der im automatischen Modus bis 4,6 GHz erreichen kann. Bei einem 16-Kern-Prozessor sind die 4,7 GHz Boost also ein hochgestecktes Ziel. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Konkurrent und Marktführer Intel oft einen anderen Weg geht und beim Sprung auf mehr Kerne in vielen Fällen die Taktraten etwas niedriger ansetzt – auch um den Strombedarf nicht übermäßig erhöhen zu müssen und die thermischen Voraussetzunen einhalten zu können.

Die Gründe der Verschiebung des AMD Ryzen 9 3950X wurden zunächst bei Problemen mit der 7-Nanometer-Fertigung bei TSMC gesucht, weil viele der ersten Ryzen 3000 CPU-Modelle auf Basis der neuen „Zen 2“ Mikroarchitektur zunächst schlecht lieferbar waren, aber das scheint nun nicht der Fall zu sein, wie die ungenannten Quellen bei taiwanischen Mainboard-Herstellern melden. Man darf davon ausgehen, dass AMD die Taktproblematik des Ryzen 9 3950X bis zum neuen Einführungstermin im November in den Griff bekommt, aber wie es dann mit der Verfügbarkeit aussieht, muss man natürlich noch abwarten.

Quelle: DigiTimes

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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