AMD: „Zen 3“ mehr als 15 % schneller als „Zen 2“

Nächste Mikroarchitektur "Zen 3" keine Weiterentwicklung, sondern komplett neu

Im Rahmen der „Supercomputing 2019“ Konferenz hat AMD einige Details zu den kommenden CPU-Architekturen verraten. Dabei ging es natürlich um „Zen 3“ im Vergleich zur aktuellen „Zen 2“ Mikroarchitektur, aber auch um die steigende Anzahl von CPU-Kernen. AMD will bei 64 Kernen nicht anhalten, sondern bei jeder CPU-Generation weiter mehr Kerne anbieten.

Anzeige

Letzten Monat gab es bereits Gerüchte über die Leistungssteigerungen der „Zen 3“ Mikroarchitektur gegenüber „Zen 2“, was die Grundlage der aktuellen AMD Ryzen 3000 Desktop-CPUs, Ryzen Threadripper 3000 High-End Desktop- bzw. Workstation-CPUs und EPYC 7000 Server-CPUs darstellt. Bislang ging man hier von 10 Prozent aus, aber die neuen Aussagen von Forrest Norrod, General Manager der „Datacenter and Embedded Solutions Business Group“ bei AMD, lassen mehr erwarten bzw. erhoffen.

Forrest Norrod erklärte auf Frage nach der Performance der für Herbst 2020 erwarteten AMD EPYC Server-CPUs (Codename ‚Milan‘) auf Basis von „Zen 3“ im Vergleich zu den aktuellen EPYC (‚Rome‘) mit „Zen 2“ Architektur, dass „Zen 3“ eine komplett neue Mikroarchitektur sein wird – im Gegensatz zu „Zen 2“. Letzere zeigt nach Ansicht von AMD eine höhere Leistungssteigerung als bei einem evolutionären Schritt üblich, den AMD mit durchschnittlich 15 % beziffert. Grund sei, dass AMD bei „Zen 2“ einige Ideen umgesetzt habe, die bei der ersten Zen Mikroarchitktur noch weggefallen waren. „Zen 3“ wird dagegen Performance-Steigerungen bieten, die „genau das bringen werden, was man von einer neuen Mikroarchitektur erwartet“. Da AMD bei einer Weiterentwicklung schon von 15 % mehr ausgeht, dürfte eine neue Architektur noch mehr Performance pro Takt bringen.

Außerdem werden die EPYC ‚Milan‘ Prozessoren von etwas höheren Taktfrequenzen profitieren, da sie aus einer weiter verbesserten 7-Nanometer-Fertigung bei TSMC kommen als die aktuellen EPYC ‚Rome‘ Server-CPUs aus der ersten 7-nm-Herstellung beim Fertigungspartner in Taiwan.

Während Intel sein „Tick-Tock“ Modell bei den CPU-Generationen mittlerweile aufgegeben hat, hat sich AMD dies nun zu Eigen gemacht. Nach der ersten EPYC ‚Naples‘ Generation aus der 14-nm-Produktion sei ‚Rome‘ eine Tick-Stufe aus neuer Fertigung und ‚Milan‘ repräsentiere dann eine Tock-Stufe, die aus gleicher Fertigungstechnik, aber mit neuer Architektur kommen wird. Der nächste ‚Tick‘ dürfte dann ‚Genoa‘ sein – EPYC Server-CPUs der vierten Generation im Jahre 2021 aus der 5-nm-Fertigung.

Darüber hinaus darf man bei AMD mit mehr CPU-Kernen rechnen bei den nächsten Generationen. Bei ‚Naples‘ waren es noch maximal 32 Kerne und aktuell gibt es bei ‚Rome‘ schon doppelt so viele. AMD verriet gleichzeitig, dass die Nachfrage nach EPYC Server-CPUs mit 48 und 64 Kernen unerwartetet hoch sei. Der kommerzielle Markt verlange demnach hohe Kernzahlen und AMD will dies auch bei den nächsten Generationen anbieten. Details nannte AMD hier aber nicht.

AMD Compute Architecture Roadmap 201909

Quelle: RealMoney

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.