Amazfit GTS im Test: Fitness-Smartwatch im Apple-Design - Seite 3

Eckiges Geschwisterlein der Huami Amazfit GTR mit Pulsmesser & GPS unter 130 Euro

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Die Amazfit-App

Um die Huami Amazfit GTS wirklich in Schwung zu bringen, ist die offizielle Amazfit-App quasi obligatorisch. Die Anwendung für Android und Apple iOS erinnert sehr an Xiaomis Mi Fit, was aufgrund der Verbandelungen zwischen Xiaomi und Huami auch wenig überrascht. Wer also etwa von einem Mi Band zur Amazfit wechselt, erlebt einen weichen Übergang. Als „schön“ kann man die recht schlichte Anwendung nicht beschreiben. So verlässt sich Huami auf einen recht verschachtelten Aufbau mit vielen Untermenüs.

Manche gewünschten Unterpunkte muss man deswegen zunächst etwas suchen. Hier wäre ein weniger vollgestopfter Aufbau mit einzelnen Tabs, zwischen denen man durch Wischen wechseln kann, vielleicht benutzerfreundlicher ausgefallen. Immerhin kann man sehr individuell einstellen, was man auf der Amazfit GTS sehen möchte und was man lieber ausblendet. Wer etwa keine Lust hat, durch ständige Benachrichtigungen genervt zu werden, kann dies auch komplett abschalten oder nur einzelne Apps für die Funktion freigeben. Selbiges gilt nicht nur für die visuellen Benachrichtigungen, sondern auch für den Vibrationsalarm, der sich separat einstellen lässt – sehr gut gelöst!

Etwas mehr Genauigkeit hätten wir uns für das Tracking via GPS gewünscht. Hier zeigt sich in unserem Test, dass die gezählten Kilometer regelmäßig von denen abweichen, welche unser Smartphone erfasst haben möchte, wenn wir mit den Jabra Elite Sport, der offiziellen App Jabra Sport sowie einem Xiaomi Mi Note 10 mit aktiviertem GPS auf Tour gegangen sind. Unserer Erfahrung nach, das bestätigen auch Kontrollen bei Google Maps, zählt die Amazfit GTS manchmal zu wenige Kilometer. Es sind keine riesigen Abweichungen, aber 500 bis 1000 Meter bei ca. 11 km Laufen kamen bei unserem Test durchaus vor. Hier muss aber jeder seine eigenen Erfahrungen sammeln.

In der Amazfit-App lassen sich auch allerlei neue Zifferblätter herunterladen und auf der GTS installieren. Da gibt es eine große Auswahl, so dass wirklich jeder nach seinem Geschmack fündig werden sollte. Auch Firmware-Updates sind über die App möglich.

Andere Einstellungen sind logisch: Etwa lässt sich angeben, ob die Uhr beim Anheben des Handgelenks automatisch das Display anknipsen soll – eine praktische Funktion, die allgegenwärtig bei Wearables ist.

Ebenfalls lassen sich in der Amazfit-App nach Synchronisierung die bisherigen Fitness-, Puls-, und Schlafdaten einsehen und auswerten. Die Synchronisierung verlief bei uns stets einwandfrei.

André Westphal

Redakteur

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