Nvidia GeForce Now: Streit mit Activision Blizzard wirkt konfus

Grafikkartenhersteller spricht von einem "Missverständnis"

Nvidia hat seinen Dienst für Game-Streaming über die Cloud, GeForce Now, kürzlich aus der Beta gehievt. Nun ist die Plattform für alle zugänglich. Dabei gibt es eine kostenlose und auch eine kostenpflichtige Stufe. Ursprünglich hatte Nvidia diesbezüglich auch mehrere Partnerschaften bestätigt – darunter Activision Blizzard. Letztere stiegen dann aber aus – so schien es. Nun gibt es mehr Informationen zu dem Konflikt im Hintergrund.

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Im Gegensatz zu Google Stadia bietet Nvidia GeForce Now keinen eigenen Store an. Stattdessen lassen sich bestehende Spielesammlungen von etwa Steam einbinden. Auch Activision Blizzard sollte mit seinem Battle.net mit von der Partie sein. Offenbar gab es da aber ein „Missverständnis“, wie Nvidia in einer Pressemitteilung erklärt. So hatte Nvidia offenbar nur die Erlaubnis die Titel des Publishers während der Beta einzubinden. Letzterer wollte dann vor dem öffentlichen Start erst einmal ein neues Abkommen aushandeln, da redete man aber aneinander vorbei.

Denn Nvidia will eigentlich keine gesonderten Abkommen mit Entwicklern eingehen, da man die Spiele ja weiterhin über die externen Stores einbindet – wie eben Uplay, Origin oder Steam. Einigen anderen Publishern schmeckte diese Vorgehensweise ebenfalls nicht, sodass auch die Games von Capcom, Konami, Rockstar und Square-Enix sich etwa verabschieden mussten. Einige der Vertriebe wägen aber wohl ab GeForce Now in Zukunft zu unterstützen. Warten wir mal ab, was die Zukunft bringt.

Quelle: The Verge

André Westphal

Redakteur

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