Preise für Grafikkarten fallen leicht

Rückkehr zur Normalität lässt dennoch auf sich warten

Es ist kein Geheimnis, dass die Preise für Grafikkarten bereits 2020 explodiert sind. Da kommen mehrere Faktoren zusammen: Zum einen gieren viele Kryptominer nach leistungsfähigen GPUs. Zum anderen hat das Gaming-Segment in der Corona-Krise viel Zulauf erhalten. Eine allgemein angespannte Liefersituation für Chips jeglicher Art tut ihr Übriges. Preisvergleiche zeigen allerdings aktuell immerhin eine leichte Tendenz nach unten. Vielleicht hat dazu, zumindest minimal, auch Nvidias Kryptomining-Drosselung der neuen GeForce-Modelle beigetragen.

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Seit Ende Mai fallen nun die Preise von Modellen wie den Gigabyte GeForce RTX 3070 Gaming OC 8G und Asus TUF Gaming GeForce RTX 3070 OC bzw. der Gigabyte GeForce RTX 3080 Gaming OC 10G wieder leicht. Allerdings liegen die Summen dennoch weiterhin über den unverbindlichen Preisempfehlungen. Entspannt hat sich die Lage somit leider immer noch nicht. Doch wenigstens ist eine positive Tendenz erkennbar.

Betroffen sind auch Modelle der vorherigen Generation: Wechselte etwa eine Asus Dual GeForce RTX 2060 OC Evo im Mai 2021 noch für 700 Euro und mehr den Besitzer, so ist der Preis inzwischen bei unter 500 Euro angekommen. Auch bei den Radeon-Grafikkarten von AMD zeigt sich momentan ein ähnlicher Trend. Doch die große Frage lautet wohl für viele Kaufinteressenten: Wann kommen wir wieder bei UVP-Preisen oder sogar niedrigeren Straßenpreisen an, wie man sie von früher kennt?

Vor 2022 dürfte sich wohl in diese Richtung leider nichts bewegen. Immer noch ist die Nachfrage deutlich höher als das Angebot. Wer also zum Kreis der PC-Gamer zählt und eine neue Grafikkarte benötigt, muss weiterhin mit höheren Kaufpreisen kalkulieren, als die Hersteller unverbindlich ausweisen.

Quelle: Hardwareluxx

André Westphal

Redakteur

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