Apple vs. Epic Games: „Fortnite“ bleibt bis auf Weiteres dem App Store fern

Die gegenseitigen Anschuldigungen gehen weiter

Apple und Epic Games zanken sich weiterhin vor Gericht. Epic Games konnte zumindest erwirken, dass Apple Links zu anderen Zahlungsmöglichkeiten außerhalb des App Stores zulassen muss – also z. B. zur Entwickler-Website. Ansonsten unterlag der Spieleentwickler aber weitgehend vor Gericht und es geht in der nächsten Instanz weiter. Nun bot man Apple laut dem CEO von Epic Games, Tim Sweeney, an, „Fortnite“ unter Einhaltung aller Bedingungen des App Stores aufzubereiten. Dennoch lehnte Apple eine Rückkehr des Spiels auf seine Plattform ab.

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Sweeney bemängelt daran, dass Apple sich damit selbst widerspreche. Zuvor hatte man betont, dass „Fortnite“ und Epic Games willkommen seien, wenn die Regeln befolgt würden. Nun breche Apple sein Versprechen. Apple begründet seine Entscheidung damit, dass man Epic Games aktuell nicht vertrauen könne. Sweeney wirft Apple nun offen eine Lüge vor. Erst habe man behauptet, Epic Games und „Fortnite“ seien jederzeit wieder willkommen, wenn sie die Regeln befolgen – biete man das aber an, dann reiche es doch wieder nicht aus.

Apple wiederum wirft ein, dass Epic Games klargestellt habe, dass man eigene Bezahlmethoden nicht aufgeben wolle. Man wolle nun in Cupertino die endgültige, richterliche Entscheidung abwarten. Sobald ein rechtskräftiges Urteil bestehe, werde man sich in den Dialog mit Epic Games begeben. Letztere kritisieren, dass es noch Jahre bis zu einer endgültigen Entscheidung dauern könnte. Für Spieler von „Fortnite“ bedeutet das, dass wohl noch eine lange Wartezeit ansteht.

Quelle: Tim Sweeney (Twitter)

André Westphal

Redakteur

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