ASUS hat auf aktuelle Berichte von Nutzern reagiert, wonach AMDs Ryzen 7 9800X3D Prozessoren beim Betrieb auf ASUS-Mainboards mit AMD-Chipsätzen der 800-Serie ausgefallen sein sollen. Der Hersteller bestätigte, dass eine interne Untersuchung eingeleitet wurde und man eng mit AMD zusammenarbeitet, um die gemeldeten Fälle technisch zu validieren.
Nach aktuellem Stand hat ASUS weder ein konkretes Mainboard-Modell noch eine bestimmte BIOS-Version oder eine spezifische Nutzereinstellung als eindeutige Ursache identifiziert. Ebenso gibt es bislang keine bestätigte technische Erklärung für die gemeldeten Defekte. Die Berichte stammen überwiegend aus Nutzerforen, in denen Systembauer von Rechnern berichten, die plötzlich nicht mehr starteten und bei denen der Prozessor anschließend offenbar dauerhaft funktionsunfähig war.
Wie bei frühen Meldungen aus der Community über ähnliche Vorfälle üblich, ist die Datenlage heterogen. Einige Nutzer liefern detaillierte Angaben zu verbauten Komponenten, BIOS-Versionen und Einstellungen, andere hingegen kaum verwertbare Konfigurationsdetails. Diese Uneinheitlichkeit ist relevant, da moderne AM5-Plattformen eine Vielzahl von Stellschrauben bieten, die das Betriebsverhalten der CPU beeinflussen können. Dazu zählen unter anderem Boost-Mechanismen, Speicher-Nutzung sowie profilbasierte Einstellungen wie AMD EXPO.
In der Praxis können unterschiedliche Ursachen zu ähnlichen Symptomen führen — von einem Grenzfall in der Plattform-Firmware über ungünstige Konfigurationskombinationen bis hin zu Defekten einzelner Komponenten, die bereits den POST-Vorgang verhindern. Entsprechend vorsichtig fällt bislang auch die Bewertung der Situation aus.
Brisanter als typische Stabilitätsprobleme ist jedoch der Vorwurf, dass der Prozessor nach dem Betrieb auf bestimmten ASUS-Boards dauerhaft beschädigt wird. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, würde der Fokus zwangsläufig auf Firmware-gesteuerte Aspekte der Spannungs- und Leistungsregelung rücken. Insbesondere das Zusammenspiel aus automatischen Tuning-Funktionen, Spannungsanpassungen unter Lastspitzen und den Schutzmechanismen auf Plattformebene wäre dann genauer zu untersuchen.
Das bedeutet nicht, dass bereits ein konkreter Mechanismus feststeht — wohl aber, dass ASUS und AMD belastbare Messdaten und reproduzierbare Szenarien benötigen werden, um eine belastbare Schlussfolgerung zu ziehen.
Für betroffene Nutzer und aktuelle Besitzer empfiehlt ASUS derzeit, das Mainboard-BIOS auf die neueste verfügbare Version zu aktualisieren. BIOS-Updates enthalten häufig Anpassungen an Boost-Logik, Spannungstabellen, Speicherkompatibilität und Trainingsroutinen, die Stabilität verbessern und potenzielle Grenzfälle entschärfen können.
Darüber hinaus rät ASUS Anwendern mit Problemen, sich direkt an den Support zu wenden. Auf diesem Weg können die Fälle dokumentiert und entweder über gezielte Fehleranalyse oder über Garantie- und RMA-Prozesse abgewickelt werden.
Solange ASUS und AMD keine konkrete Ursachenanalyse oder gezielte Gegenmaßnahmen über den allgemeinen BIOS-Hinweis hinaus veröffentlichen, bleibt die Situation eine laufende Untersuchung auf Basis gemeldeter Einzelfälle — nicht jedoch ein bestätigter, plattformweiter Fehler. Entscheidend wird sein, ob sich das Problem auf eine bestimmte BIOS-Generation, eine begrenzte Auswahl an Mainboards oder auf reproduzierbare Konfigurationsmuster eingrenzen lässt.
Ebenso offen ist, ob künftig ein spezifisches Firmware-Update oder angepasste Nutzungsempfehlungen als endgültige Lösung kommuniziert werden. Bis dahin bleibt Anwendern vor allem eines: aktuelle Firmware nutzen und ungewöhnliches Systemverhalten ernst nehmen.
Quelle: ASUS @ Reddit

Unschöne Sache. Gut, dass ASUS das intern prüft und mit AMD zusammenarbeitet.
Bis mehr klar ist, würde ich BIOS aktuell halten und alles auf Stock laufen lassen.