Erster Benchmark des Intel Core Ultra 5 250K Plus

Mittelklasse-CPU des Arrow Lake Refresh beim Geekbench gefunden

Intels kommender Core Ultra 5 250K Plus Prozessor ist erstmals in der Geekbench-Datenbank aufgetaucht und liefert damit einen weiteren Blick auf den Arrow Lake Refresh für Desktop-PCs. Diese CPU gehört zur kommenden Core Ultra 200S Plus Serie, die wohl Ende März verfügbar sein wird. Wie sich bereits abgezeichnet hat, setzt Intel dabei weniger auf eine neue Architektur als auf gezielte Detailverbesserungen innerhalb der bestehenden Plattform.

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Der Core Ultra 5 250K Plus kommt mit einer 18-Kern-Konfiguration, bestehend aus 6 Performance-Kernen (P-Cores) und 12 Effizienzkernen (E-Cores). Gegenüber dem entsprechenden CPU-Modell der ersten Intel Core Ultra 200S Serie alias Arrow Lake, dem Core Ultra 5 245K, bedeutet das ein Plus von vier zusätzlichen E-Cores, der Vorgänger ist mit 6P+8E ausgestattet. Die Steigerung der Taktraten fällt moderat aus: 4,2 GHz Basistakt und bis zu 5,3 GHz Boost. Damit liegen die P-Core-Turbo-Frequenzen rund 100 MHz höher als beim 245K, während die E-Cores weiterhin bis zu 4,7 GHz erreichen sollen.

Bei den Cache-Werten nennt der Eintrag 6 MByte L2-Cache und 30 MByte L3-Cache. Trotz der höheren Kernanzahl und leicht gesteigerten Taktraten bleibt Intel bei den bekannten Leistungsgrenzen: 125 Watt Base Power und 159 Watt Maximum Turbo Power. Der Refresh bewegt sich damit klar innerhalb derselben thermischen und elektrischen Klasse wie das bisherige Modell.

Getestet wurde der Prozessor auf einem ASUS PRIME Z890-P WIFI-Mainboard, kombiniert mit 32 GByte Arbeitsspeicher. Im Geekbench erzielte der Core Ultra 5 250K Plus 3113 Punkte im Single-Core-Test und 15.251 Punkte im Multi-Core-Test. Wie üblich gilt bei frühen Datenbankeinträgen: Finale BIOS-Versionen und Retail-Silizium könnten die Leistung noch leicht verändern. Das müsste es auch, denn der Core Ultra 5 245K zeigt im Geekbench als Vorgängermodell teilweise höhere Ergebnisse.

Intel Core Ultra 5 250K Plus im Geekbench

Vor allem der Multi-Core-Wert dürfte vom Ausbau der E-Cores profitieren, während die Single-Core-Leistung nur moderat zulegt. Damit passt das Bild zu Intels Strategie, den Refresh eher auf bessere Parallelleistung als auf deutliche IPC- oder Taktgewinne auszurichten. Das zeigte sich bereits letzten Herbst anhand der ersten Benchmarks des Intel Core Ultra 7 270K Plus, denn im Vergleich zum aktuellen Core Ultra 7 265K verfügt auch der 270K Plus über vier zusätzliche Effizenzkerne.

Preislich wird der Core Ultra 5 250K Plus voraussichtlich um rund 350 Euro angesiedelt. Zum Vergleich: Der Core Ultra 5 245K kostete im Herbst 2024 bei Einführung 320 Euro. Intel dürfte den 250K Plus somit als moderates Upgrade für Nutzer positionieren, die von zusätzlichen E-Cores profitieren, ohne in höhere Preisregionen vorzustoßen. Allerdings ist der 245K aktuell bereits ab rund 190 Euro zu haben.

Der Prozessor bleibt mit LGA1851-Mainboards kompatibel und gehört vermutlich zur letzten CPU-Familie für diesen Sockel. Später im Jahr soll Intel mit der neuen Nova-Lake-Architektur auf LGA1954 wechseln. Der Core Ultra 5 250K Plus gehört damit zum letzten Feinschliff der aktuellen Plattform, bevor ein größerer Umbruch ansteht.

Quelle: Benchleaks @ X

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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