Ein neues Gerücht rund um AMDs kommende CPU-Generation der Zen 6 Mikroarchitektur schlägt Wellen bei PC-Enthusiasten. Der bekannte Leaker HXL spricht von einer deutlich breiteren Kern-Staffelung für Ryzen Desktop-CPUs – von 6 Kernen im Einstiegsbereich bis hin zu 24 Kernen an der Spitze. Sollte sich das bewahrheiten, wäre es die erste Anhebung der maximalen Kernzahl auf AMDs Mainstream-Plattform seit der Einführung von Ryzen 3000 im Jahr 2019, als das Limit faktisch bei 16 Kernen etabliert wurde.
Im Zentrum der aktuellen Informationen stehen weniger die technischen Grundlagen – dass Zen 6 CCDs mit bis zu 12 Kernen bieten sollen, hatte dieselbe Quelle bereits Anfang dieses Monats angedeutet – sondern vielmehr die konkreten SKU-Konfigurationen.
Laut Leak soll das Desktop-Portfolio insgesamt sieben Varianten umfassen: Single-CCD-Modelle mit 6, 8, 10 und 12 Kernen sowie Dual-CCD-Modelle mit 16 Kernen (8+8), 20 Kernen (10+10) und 24 Kernen (12+12).
Damit würde AMD nicht nur das Topmodell auf 24 Kerne anheben, sondern auch die Mittelklasse granularer staffeln. Besonders interessant wirkt dabei eine mögliche 20-Kern-Variante, die sich zwischen bisherigen 16-Kern-Flaggschiffen und einem neuen 24-Kern-Topmodell positionieren würde. Für stark parallelisierte Workloads könnte das ein attraktiver Sweetspot aus Preis, Leistungsaufnahme und Multi-Thread-Durchsatz sein.
Technisch bleibt AMD seiner Chiplet-Architektur treu. Aktuelle Ryzen Desktop-Prozessoren kombinieren ein oder zwei CPU-Core-Complex-Dies (CCDs) mit einem separaten I/O-Die für Speicher- und I/O-Funktionalität. Historisch war der CCD mit maximal acht Kernen die limitierende Größe – zwei CCDs ergaben folglich 16 Kerne als Obergrenze.
Mit Zen 6 soll dieses Limit pro CCD auf 12 Kerne steigen. Das erlaubt AMD, mit einem klassischen Dual-CCD-Design direkt 24 Kerne zu realisieren (12+12), ohne zusätzliche Chiplets integrieren zu müssen. Die bestehende Packaging-Strategie bleibt damit erhalten, während gleichzeitig deutlich mehr Spielraum für Marktsegmentierung entsteht.
Interessant ist, dass selbst 16- und 20-Kern-Modelle laut Leak nicht zwingend auf asymmetrische Konfigurationen setzen, sondern nur als 8+8 bzw. 10+10 ausgelegt sein könnten. Das würde auf unterschiedliche CCD-Binnings oder spezifische Produktvarianten hindeuten – etwa für Gaming, Content Creation oder semiprofessionelle Workstation-Szenarien.
Abseits der Kernzahlen deutet das Gerücht darauf hin, dass Zen 6 weiterhin auf Sockel AM5 setzen soll. Für bestehende AM5-Nutzer wäre das ein klares Signal in Richtung Plattform-Langlebigkeit. Zudem wird erneut ein möglicher 2-nm-Klasse-Fertigungsprozess von TSMC für die CPU-Chiplets ins Spiel gebracht. Konkrete Bestätigungen seitens AMD fehlen jedoch weiterhin, ebenso wie Details zu Taktraten, Cache-Layouts, Speicherunterstützung oder TDP-Klassen.
Quelle: HXL @ X

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