(Auszug aus der Pressemitteilung)
NXP Semiconductors stellt heute die Automotive-Radarlösung SAF8444 vor, ein neues SoC (System-on-Chip) mit innovativem Hochfrequenzdesign, das leistungsstarke und energieeffiziente Anwendungen ermöglicht. Die Lösung vereinfacht das Thermomanagement und lässt sich leichter in Fahrzeuge integrieren, wodurch die Gesamtsystemkosten sinken. Das macht sie besonders attraktiv für den Einsatz in Plattformen für Elektrofahrzeuge.
Der SAF8444 basiert auf NXPs branchenweit erster 28-Nanometer-RFCMOS-One-Chip-Radararchitektur und schafft die Grundlage, moderne L2- und L2+-Fahrerassistenzsysteme (ADAS) künftig auch in preisgünstigen Fahrzeugen der Kompakt- und Einstiegsklasse bereitzustellen.
„Mit dem SAF8444 erweitern wir unser One-Chip-Radarportfolio um eine Lösung, die Leistung, Energieeffizienz und Systemkosten optimal ausbalanciert“, sagt Meindert van den Beld, Senior Vice President und General Manager, Radar & ADAS bei NXP Semiconductors. „Damit können unsere Automotive-Kunden die immer strengeren Sicherheitsanforderungen erfüllen und gleichzeitig ihre Systemkosten senken. Das ist ein wichtiger Schritt, um moderne Fahrerassistenzsysteme einem breiteren Markt zugänglich zu machen.“
Fortschrittliche ADAS-Systeme werden in immer mehr Fahrzeugsegmenten eingesetzt. Gleichzeitig verlangen die Euro NCAP 2030 Anforderungen reale Anwendungsfälle wie die Erkennung verdeckter Fußgänger bei schlechten Lichtverhältnissen sowie eine zuverlässige Leistung unter allen Wetterbedingungen. Damit stehen Automobilhersteller und Tier-1-Zulieferer unter wachsendem Druck, Leistung, regulatorische Anforderungen und Kosten miteinander zu vereinbaren. Der SAF8444 adressiert diese Herausforderungen, indem er Kamera und Radardaten direkt auf dem Chip fusioniert. So lassen sich Systemkomplexität, Energieverbrauch und Gesamt-Stückkosten deutlich reduzieren.
Um höhere Sicherheitsstandards wie Euro NCAP 2030 zu erfüllen, waren bislang meist zusätzliche Rechenleistung und zentrale Compute-Plattformen erforderlich. Das erhöht nicht nur die Kosten, sondern auch die Wärmeentwicklung und die Komplexität der Fahrzeugarchitektur selbst. Der SAF8444 setzt genau hier an, indem Intelligenz direkt im Radarsensor ermöglicht wird. Durch die Wahrnehmungsverarbeitung direkt auf dem Radar-SoC können OEMs die Abhängigkeit von zentralen ADAS-Rechenressourcen reduzieren, Fahrzeugarchitekturen vereinfachen und normgerechte ADAS-Funktionen auf mehr Fahrzeugplattformen skalieren.
Die SoC-Lösung basiert auf NXPs 28-nm-RFCMOS-Technologie, arbeitet im Automotive-Radar Frequenzbereich von 76 bis 81 GHz und unterstützt Anwendungen im Kurz-, Mittel- und Langstreckenbereich. Das SoC ist dabei für verbreitete ADAS-Funktionen wie adaptive Geschwindigkeitsregelung, autonomes Notbremsen, die Überwachung von toten Winkeln und Parkassistenz optimiert.
Die Lösung verfügt außerdem über eine eingebettete Radarverarbeitung und vereint einen Arm® Cortex®-A53-Anwendungsprozessor, einen Arm® Cortex®-M7-Echtzeitkern sowie NXPs proprietären Single Processing Toolbox (SPT)-Radarbeschleuniger mit DSP-Unterstützung.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Der SAF8444 verfügt über einen leistungsstarken, dual-threaded Radarbeschleuniger, der fortschrittliche Radar-Interferenzunterdrückung unterstützt und die effiziente Ausführung rechenintensiver Anti-Jamming-Algorithmen ermöglicht. Mit zunehmender Radardichte auf den Straßen trägt das dazu bei, einen zuverlässigen Betrieb in stark ausgelasteten Hochfrequenz-Umgebungen sicherzustellen. Gleichzeitig werden so aktuelle Implementierungen unterstützt und künftige regulatorische Anforderungen adressiert.
Der SAF8444 wird durch ein umfassendes Radar-Software- und Enablement-Ökosystem ergänzt, darunter Radar-SDKs, Sicherheitsframeworks, Security-Komponenten und Entwicklungstools, die die Entwicklungszyklen von Kunden beschleunigen. Darüber hinaus bietet NXP Lösungen für das Fahrzeugnetzwerk und PMICs sowie Edge-KI-Algorithmen, die eine robuste und präzise Winkelbestimmung unterstützen.
Verfügbarkeit
Das Single-Chip-SoC SAF8444 für Automotive-Radar wurde heute vorgestellt und befindet sich derzeit in der Vorserienproduktion. Es wurde für Front- und Eckradaranwendungen der nächsten Generation entwickelt. Entwicklungs-Support ist ab sofort für ausgewählte Kunden verfügbar.

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