Ryzen 7 449 & Ryzen 5 439 ohne NPU für günstigere Notebooks

AMDs neue Mobil-CPUs mit Zen 5 & RDNA 3.5 für günstigere Systeme ohne KI-Beschleunigung

AMD erweitert seine Ryzen-400-Serie um zwei neue Mobilprozessoren. Ryzen 7 449 und Ryzen 5 439 basieren auf der aktuellen Gorgon-Point-Plattform, verzichten im Gegensatz zu den Ryzen-AI-Modellen jedoch auf die integrierte KI-Einheit (XDNA NPU). Damit dürften sie vor allem für günstigere Notebooks interessant sein, bei denen lokale KI-Berechnungen keine zentrale Rolle spielen.

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Beide Prozessoren kombinieren vollwertige Zen-5-Kerne mit kompakteren Zen-5c-Kernen und verfügen über eine integrierte Radeon-Grafikeinheit auf Basis von RDNA 3.5, was bis 2028 für integrierte GPUs die Basis darstellen soll. Die fehlende NPU hat allerdings eine konkrete Konsequenz: Allein mit diesen Prozessoren erfüllen entsprechende Notebooks nicht die NPU-Anforderung für Microsofts Copilot+ PC.

Der Ryzen 7 449 verfügt als das schnellere Modell über vier Zen-5- und vier Zen-5c-Kerne. Insgesamt stehen damit acht Kerne und 16 Threads zur Verfügung. Die großen Zen-5-Kerne erreichen bis zu 5,0 GHz, während die Zen-5c-Kerne mit maximal 3,4 GHz arbeiten. Für die Grafik ist eine Radeon 860M mit acht Compute Units zuständig. Die integrierte GPU erreicht bis zu 2,8 GHz. Beim Arbeitsspeicher unterstützt der Ryzen 7 449 LPDDR5X mit bis zu 8.000 MT/s.

Damit liegt der Chip knapp unter dem Ryzen AI 7 450 mit ebenfalls acht Kernen. Dieser erreicht bei den entsprechenden Taktraten bis zu 5,1 GHz beziehungsweise 3,6 GHz und unterstützt zudem schnelleres LPDDR5X-8533. Der wesentliche Unterschied ist jedoch die fehlende NPU beim neuen Ryzen 7 449.

Der Ryzen 5 439 ist entsprechend der kleineren Nummer niedriger positioniert. AMD kombiniert hier drei Zen-5- mit drei Zen-5c-Kernen. Daraus ergeben sich sechs Kerne und zwölf Threads. Die maximalen Taktraten liegen bei 4,6 GHz für Zen 5 und 3,3 GHz für Zen 5c. Als integrierte Grafikeinheit kommt eine Radeon 840M mit vier Compute Units zum Einsatz, die ebenfalls bis zu 2,8 GHz erreicht. Beim LPDDR5X-Speicher ist bei 7.500 MT/s Schluss.

Noch mit heißer Nadel gestrickt: Technische Daten noch unter falscher Überschrift und bislang nicht bei deutscher Version der AMD-Website gelistet

Beide neuen Prozessoren besitzen eine Standard-TDP von 28 Watt. Bei Mobilchips ist diese Angabe allerdings nur eingeschränkt aussagekräftig. Notebook-Hersteller können die Prozessoren innerhalb eines größeren Leistungsbereichs konfigurieren. Kühlung, Firmware und die tatsächlich erlaubten Power-Limits werden daher einen erheblichen Einfluss auf die Dauerleistung haben.

Der Verzicht auf die NPU dürfte vor allem der Kostenoptimierung dienen. Hersteller können damit Notebooks auf Basis einer modernen Zen-5-Plattform bauen, ohne für Geräte, die keine lokale KI-Verarbeitung benötigen, die komplette Ryzen-AI-Ausstattung einsetzen zu müssen. Gleichzeitig bleiben CPU- und GPU-Architektur auf dem aktuellen Stand. AMD setzt also nicht einfach ältere Zen-3- oder Zen-4-Chips für das Einstiegssegment ein. Gerade die Kombination aus Zen 5 und RDNA 3.5 könnte die neuen Modelle für günstige Multimedia- und Allround-Notebooks interessant machen.

Offen sind derzeit allerdings noch wichtige Details. AMD hat bislang weder konkrete Notebook-Partner noch Preise oder einen Termin für die breite Verfügbarkeit genannt. Auch belastbare Leistungsvergleiche sind erst mit fertigen Geräten möglich, da insbesondere die Speicherbestückung und die vom Hersteller gesetzten Power-Limits die Leistung der integrierten Radeon-Grafik deutlich beeinflussen können.

Quelle: AMD

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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