AMD bringt zwei neue Ryzen 5 für AM4 und AM5

Ryzen 5 7500 mit iGPU und Ryzen 5 5500F für AM4 erweitern das CPU-Angebot

AMD hat sein Desktop-Portfolio überraschend um zwei weitere Ryzen 5 Prozessoren ergänzt. Mit dem Ryzen 5 7500 erhält die AM5-Plattform einen neuen Sechskerner mit integrierter Grafikeinheit, während der Ryzen 5 5500F die inzwischen betagte, aber weiterhin verbreitete AM4-Plattform mit einem weiteren Zen-3-Modell versorgt. Beide CPUs wurden ohne große Ankündigung in AMDs Produktdatenbank aufgenommen und sind dort inzwischen offiziell gelistet.

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Der Ryzen 5 7500 ist technisch eng mit dem bereits bekannten Ryzen 5 7500F verwandt. Der Zen-4-Prozessor verfügt über sechs Kerne für zwölf Threads, taktet mit 3,7 GHz Basistakt und erreicht per Boost bis zu 5,0 GHz. Dazu kommen 6 MByte L2- und 32 MByte L3-Cache sowie eine TDP von 65 Watt. Als Plattform dient AM5 mit DDR5-Speicher und PCIe 5.0.

Der entscheidende Unterschied zum im Sommer 2023 hierzulande nur für Systemintegratoren eingeführten Ryzen 5 7500F steckt in der Grafikeinheit. AMD integriert beim Ryzen 5 7500 eine Radeon-Grafik mit zwei Compute-Einheiten und einer Taktfrequenz von bis zu 2,2 GHz. Die kleine RDNA2-GPU ist vor allem für die Bildausgabe und grundlegende Desktop-Aufgaben gedacht und ersetzt keine dedizierte Gaming-Grafikkarte. Für einen PC ohne separate GPU kann sie allerdings praktisch sein.

Noch ungewöhnlicher ist AMDs neuer Ryzen 5 5500F für AM4. Der ebenfalls mit sechs Kernen für zwölf Threads ausgestattete Zen-3-Prozessor basiert laut AMD auf dem „Vermeer“-Design. Damit unterscheidet er sich vom seit bereits mehr als vier Jahren erhältlichen Ryzen 5 5500, der auf „Cezanne“ basiert. Der 5500F arbeitet mit 3,0 GHz Basistakt und bis zu 4,4 GHz Boost bei 65 Watt TDP.

AMD Ryzen 5 5500F

Auffällig ist jedoch der auf 16 MByte begrenzte L3-Cache. Cezanne-CPUs wie der Ryzen 5 5600 besitzen 32 MByte L3-Cache. Hier hat AMD wohl die Hälfte des Cache abgeschaltet, damit der 5500F auf dieselbe Cache-Größe wie der Ryzen 5 5500 kommt. Auch beim 5500F ist eine separate Grafikkarte erforderlich.

Damit richtet sich AMD weiterhin an Nutzer, die bestehende AM4-Systeme möglichst günstig aufrüsten möchten. Die Plattform unterstützt DDR4 und bietet mit Mainboards wie B450, B550 oder X570 weiterhin eine große Auswahl. Gleichzeitig bleibt AM5 mit DDR5 die modernere Basis für einen neuen PC.

Unklar ist zunächst, welche Rolle die beiden Prozessoren im deutschen Handel spielen werden. AMD nennt auf den Produktseiten zwar eine globale Verfügbarkeit, konkrete Verkaufspreise sind dort jedoch nicht angegeben. Als Orientierung liegen vergleichbare Straßenpreise derzeit bei rund 82 Euro für den Ryzen 5 5500 und etwa 125 Euro für den Ryzen 5 7500F.

Quelle: techpowerup.com

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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