Intels neue Chipfabrik in Arizona soll Ende 2028 Betrieb aufnehmen

Installation der Produktionsanlagen in Fab 62 hat begonnen - Bauarbeiten in Ohio kommen auch voran

Intel treibt den Ausbau seiner US-amerikanischen Halbleiterfertigung voran. In der neuen Chipfabrik Fab 62 am Standort Ocotillo in Chandler, Arizona, hat die Installation der Produktionsanlagen begonnen. Der Konzern rechnet damit, dass die Anlage bis Ende 2028 den Betrieb aufnehmen kann, wie Intel Foundry diese Woche erklärt.

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Fab 62 wird die sechste Fertigungsstätte für die Massenproduktion von Halbleitern auf dem Ocotillo-Campus. Mit dem Beginn der Anlageninstallation erreicht das Projekt eine wichtige Phase: Nach den Bauarbeiten am Fabrikgebäude folgt nun die Einrichtung der Maschinen, die für die eigentliche Chipproduktion benötigt werden. Welche Fertigungsprozesse Intel dort einsetzen wird, hat das Unternehmen bislang nicht bekannt gegeben.

Mit Fab 62 will Intel seine Fertigungskapazitäten in den USA langfristig ausbauen. Das Unternehmen verweist dabei auf den steigenden Bedarf an Rechenleistung und die Bedeutung einer engeren Verzahnung von Forschung, Entwicklung und Produktion. Gerade bei modernen Halbleitern sei es entscheidend, neue Fertigungstechnologien aus dem Labor in die industrielle Massenproduktion zu überführen.

Intel nennt als Beispiel den 18A-Prozess, der unter anderem RibbonFET-Transistoren mit Gate-All-Around-Struktur und die rückseitige Stromversorgung PowerVia kombiniert. Die entsprechende Technologieentwicklung findet in den USA statt. In Oregon hat Intel nach eigenen Angaben zudem ein kommerzielles High-NA-EUV-Lithografiesystem installiert und in die Hochvolumenfertigung integriert.

Ob Fab 62 künftig ebenfalls für Intel 18A oder für einen nachfolgenden Prozess wie Intel 14A vorgesehen ist, bleibt offen. Die bislang veröffentlichten Angaben erlauben daher noch keine konkrete Zuordnung der Fabrik zu bestimmten Prozessoren oder Fertigungsknoten.

Intels Fab 62 in Arizona

Neben Arizona meldet Intel Fortschritte beim Aufbau seines geplanten Fertigungskomplexes Ohio One in New Albany. Dort wurde der erste große Dachträger für das erste Fabrikgebäude installiert. Einen konkreten Termin für den Produktionsstart oder Angaben zu den vorgesehenen Fertigungsprozessen nannte Intel in der aktuellen Mitteilung allerdings nicht.

Die Projekte sind Teil einer umfassenderen Strategie, die amerikanische Halbleiterindustrie zu stärken. Nach Unternehmensangaben arbeitet Intel in den USA mit mehr als 4500 Zulieferern in 49 Bundesstaaten zusammen. Die jährlichen Ausgaben innerhalb der Vereinigten Staaten belaufen sich demnach auf mehr als 29 Milliarden US-Dollar

Quelle: Intel

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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