Steam Machine: Erste Preise in Tschechien aufgetaucht

Online-Shops listen neue Steam Machine, verstecken Preise aber noch im System

Neue Spekulationen rund um Valves kommende Steam Machine gewinnen derzeit an Dynamik. Auslöser ist ein Bericht, der mögliche Preisangaben mit den tschechischen Händlern Smarty.cz und Alza in Verbindung bringt. Dabei handelt es sich um die bislang konkretesten Zahlen, die im Zusammenhang mit Valves geplanter Wohnzimmer-Hardware kursieren – allerdings mit deutlichen Einschränkungen.

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Valve selbst hat seit der Vorstellung der neuen Steam Machine im November 2025 keine Preise genannt, sondern lediglich einen hohen Verkaufspreis angedeutet. Denn der Preis des Komplettt-PCs mit SteamOS soll sich an vergleichbaren Rechnern orientieren, nicht an Spielkonsolen wie der PlayStation 5 oder den aktuellen Xbox-Modellen.

Nun hat ein Nutzer von X (vormals Twitter) im Quellcode zweier tschechischer Online-Shops erste Preise für die Steam Machine gefunden. Demnach sind zwei Speichervarianten im System der Händler hinterlegt: Ein Modell mit 512 GByte Festplatte zu einem Preis von umgerechnet 988 Euro sowie eine 2-TByte-Version für 1111 Euro (einschließlich Umsatzsteuer). Wichtig ist dabei jedoch: Diese Zahlen stellen ausdrücklich keine offizielle Preisankündigung von Valve dar. Auch die Quelle selbst weist darauf hin, dass es sich sehr wahrscheinlich um vorläufige Platzhalterpreise handelt und nicht um eine finale unverbindliche Preisempfehlung (UVP).

Diese Preise sind zudem nicht auf den öffentlich einsehbaren Shop-Seiten zu sehen. Zwar sind sowohl bei Smarty.cz als auch bei Alza bereits Produktseiten zur Steam Machine angelegt, der Preis wird dort jedoch explizit als „noch nicht festgelegt“ ausgewiesen. Die Geräte befinden sich in einer Art Beobachtungs- oder Vorankündigungsstatus, ohne Bestellmöglichkeit. Dieses Vorgehen ist typisch für Produkte, die zwar bereits im System vorbereitet werden, deren kommerzielle Konditionen jedoch noch nicht final definiert sind.

Solche Platzhalterpreise sind im Vorfeld von Produkteinführungen keine Seltenheit. Händler hinterlegen intern häufig konservative Schätzungen, um Risiken zu vermeiden – etwa durch unklare Einkaufspreise, Steuern, Logistikkosten oder Margen. Nicht selten liegen diese internen Annahmen über dem späteren Marktpreis, weshalb frühe „Leaks“ in der Praxis oft höher ausfallen als die endgültige UVP.

Hinzu kommt die derzeit angespannte Lage bei Komponenten. Samsung-Co-CEO T. M. Roh sprach jüngst von einer beispiellosen Knappheit bei Speicherchips und betonte, dass sich diese Situation kaum ohne Auswirkungen auf den gesamten Elektronikmarkt umgehen lasse. Zwar bestätigt dieser Kontext keine konkreten Preise für die Steam Machine, er erklärt jedoch, warum Hersteller und Händler bei der Preisgestaltung neuer Hardware aktuell besonders vorsichtig agieren.

Unterm Strich lassen sich die tschechischen Händlerdaten eher als Indikator dafür verstehen, wie der Handel die Steam Machine derzeit intern kalkuliert – nicht als verbindliche Aussage zu Valves finaler Preisstrategie. Der gleiche Bericht nennt ein mögliches Veröffentlichungsfenster im Frühjahr 2026. Spätestens dann dürfte Valve selbst für Klarheit sorgen.

Bis zu einer offiziellen Ankündigung gilt daher: Preisangaben aus Händlerdatenbanken sollten lediglich als grober Orientierungspunkt betrachtet werden – nicht als belastbares Versprechen an zukünftige Käufer.

Quelle: ITHome (China)

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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