SanDisk Optimus: SSD-Rebranding erreicht den Handel – mit Aufpreisen

Erste Optimus-SSDs ersetzen WD Black und WD Blue, technisch bleibt vieles gleich

SanDisks Umstellung seiner SSD-Produktlinien nimmt spürbar Fahrt auf. Nachdem das Unternehmen Anfang Januar den neuen Markennamen „Optimus“ als Nachfolger für die von Western Digital übernommenen WD_BLACK- und WD Blue SSDs vorgestellt hat, tauchen die ersten Modelle nun in relevanten Verkaufs­kanälen auf – darunter auch bei Amazon. Damit wird klar: Das Rebranding ist nicht nur ein Marketingkonzept, sondern erreicht nun den Markt, wo es für Käufer tatsächlich zählt.

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Im Mittelpunkt steht aktuell die Optimus GX Pro 8100, die als direkter Nachfolger der WD Black SN8100 positioniert ist. Technisch scheint sich dabei wenig zu ändern. Laut vorliegenden Informationen bleiben Leistung, Funktionen und grundlegende Spezifikationen unverändert. Der Generationswechsel findet also primär auf der Ebene von Namen, Design und Produkt­struktur statt, nicht bei der Performance. Entsprechend verschiebt sich der Fokus auf Verfügbarkeit, Preisgestaltung und darauf, wie schnell sich ältere WD-Modelle aus den Regalen verabschieden.

Besonders auffällig ist die Preisgestaltung zum Marktstart. Bei Amazon werden für die Optimus-Modelle derzeit 347 Euro (1 TByte) und 689 Euro (2 TByte) aufgerufen. Im direkten Vergleich beginnen die Preise der WD Black SN8100 SSDs laut Preisvergleichsdienst Geizhals bei 197 Euro für 1 TByte und 366 Euro für 2 TByte. Zusätzlich werden Varianten mit Kühlkörper angeboten, die mit einem moderaten Aufpreis zu haben sind.

Solche Unterschiede sind bei Neueinführungen nicht ungewöhnlich. Händler kalkulieren anfangs häufig mit höheren Margen, während frühe Käufer einen Launch-Aufpreis in Kauf nehmen müssen, bis sich Angebot und Nachfrage eingependelt haben. Zudem ist die Anzahl der Händler, die SanDisks Optimus-SSDs anbieten, bislang sehr begrenzt, während die WD Black SN8100 SSDs bei teilweise mehr als 50 Shops zu bekommen ist, was den Preisdruck erhöht.

Der Bericht geht zudem davon aus, dass selbst die offiziellen Preise über dem Niveau der früheren WD-Vorgänger liegen. Dieser Aufschlag wird weniger mit technischen Neuerungen begründet, sondern vielmehr mit Markenwechsel, neuem Design und den Kosten des Rollouts. Für Käufer stellt sich damit eine einfache Frage: Lohnt es sich, für den neuen Namen mehr zu zahlen – oder ist ein rabattiertes WD-Black- oder WD-Blue-Modell die bessere Wahl?

Die GX Pro 8100 ist dabei nur der Anfang, wie SanDisk bei der Enthüllung der SSD-Produktmarke Optimus bereits angekündigt hatte. Weitere Modelle wie die Optimus GX 7100 und die Optimus 5100 sollen folgen und die bisherigen WD Black SN7100 sowie WD Blue SN5100 ersetzen. Damit zieht sich das Rebranding durch mehrere Leistungs- und Preisklassen.

Wichtig für Bestands- und Neukäufer: WD Black und WD Blue verschwinden nicht sofort. Sie sollen parallel verkauft werden, bis die Lagerbestände abgebaut sind. Garantie- und Supportleistungen bleiben laut Bericht auch darüber hinaus bestehen – was preisbewussten Käufern zusätzliche Sicherheit bietet. Selbst SanDisks eigener, offizieller Shop bei Amazon bietet bislang weiter WD-SSDs an.

Quelle: ITHome (China)

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Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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