Windows 11: Februar-Update behebt 58 Lücken und Nvidia-Bugs

KB5077181 schließt kritische Sicherheitslücken und beseitigt Black-Screen-Fehler bei Nvidia-GPUs

Mit dem Februar-Patchday hat Windows 11 ein kumulatives Update erhalten, das in ersten Analysen als ungewöhnlich stabil und zugleich sicherheitsrelevant beschrieben wird. Das Update mit der Kennung KB5077181 verfolgt einen klaren Fokus: Sicherheitslücken schließen und Alltagsprobleme beheben – ohne neue Nebenwirkungen einzuführen, wie es bei monatlichen Rollups nicht selten der Fall ist.

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KB5077181 adressiert laut Berichten insgesamt 58 Schwachstellen. Das entspricht einem klassischen „Patch-Tuesday“-Umfang – also einem breit angelegten Sicherheitsupdate statt eines punktuellen Hotfixes.

Besonders hervorgehoben wird eine Lücke in Notepad, die unter bestimmten Bedingungen eine Remote-Kompromittierung ermöglichen konnte. In einigen Berichten ist sogar von aktiver Ausnutzung die Rede. Unabhängig davon, wie kritisch man Windows-Updates generell sieht: Sicherheitsfixes dieser Kategorie sind faktisch nicht optional, da sie potenzielle Exploit-Pfade schließen – und nicht nur kosmetische Fehler korrigieren.

Für Enthusiasten und PC-Gamer dürfte der wichtigste Aspekt die Behebung von Nvidia-bezogenen Problemen sein, die im vorherigen Update-Zyklus aufgetreten waren. Nutzer mit Nvidia-GPUs berichteten über reduzierte Performance in bestimmten Spielen, Bildartefakte wie Tearing und Black-Screen-Fehler beim Spielstart. Teilweise wurde der Black Screen von einem „KERNEL_SECURITY_CHECK_FAILURE“ begleitet – ein Hinweis auf einen OS-seitigen Fehlerpfad und nicht lediglich auf einen Applikationsabsturz.

Wer zuletzt Treiber neu installiert, Grafikeinstellungen angepasst oder Updates deinstalliert hat, um Stabilität zurückzugewinnen, dürfte in KB5077181 den offiziellen Fix sehen. Das Update wird als „Back-to-Normal“-Release für betroffene Systeme positioniert.

Ein weiteres zentrales Thema betrifft die Stabilität der Windows-Shell. Berichte beschreiben Szenarien, in denen „explorer.exe“ hängen blieb oder abstürzte. Die Auswirkungen waren, dass die Taskleiste verschwindet, das Startmenü nicht reagiert und Desktop-Elemente ausfallen. Wenn explorer.exe instabil wird, wirkt das System faktisch unbenutzbar – selbst wenn der Kernel weiterhin läuft. KB5077181 soll diese Hänger beheben und die Shell-Stabilität wiederherstellen.

Kumulative Updates genießen nicht den besten Ruf – häufig werden zwar alte Fehler behoben, dafür aber neue eingeführt. Im Fall von KB5077181 zeichnet sich jedoch ein anderes Bild ab. Das Update wird als breiter Sicherheits-Fix (58 geschlossene Lücken), als konkrete Behebung hochsichtbarer Probleme (Nvidia-Gaming-Regressions) und als Stabilisierung zentraler UI-Komponenten (explorer.exe) bezeichnet.

Quelle: HKEPC

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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