Eine Ikone feiert Jubiläum im BMW Museum: 50 Jahre BMW 6er Reihe.

Eine Ikone feiert Jubiläum im BMW Museum: 50 Jahre BMW 6er Reihe. Nach Besucherrekord 2025 startet das BMW Museum mit Sonderausstellung ins neue Jahr.

(Auszug aus der Pressemitteilung)

Mit über 847.000 Gästen verzeichnete das BMW Museum im vergangenen Jahr einen neuen Besucherrekord. Zu den Höhepunkten zählten die Eröffnung von „Belle Macchine. Italienisches Automobildesign bei BMW“ und die Sonderausstellung „50 Jahre BMW Art Cars und BMW 3er Serie“, die nun durch die Jubiläumsschau zum 50-jährigen Bestehen der BMW 6er Reihe abgelöst wird. Seit der Markteinführung des ersten BMW 6er Modells im Frühjahr 1976 hat sich die Reihe nicht nur zu einem wegweisenden Designklassiker entwickelt, sondern ist bis heute mit 13 Jahren die am längsten produzierte Modellreihe des Unternehmens. Vom 17. März 2026 bis Ende Januar 2027 ist die Ausstellung rund um die berühmte „Haifischnase“ in der Rotunde des BMW Museum erlebbar, begleitet von einem schwebenden Karosseriemodell auf dem Vorplatz und ausgewählten Fahrzeugen in der Art Car Galerie und im Baureihenturm der Dauerausstellung.

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Damals wie heute: Einer der Großen von BMW.

Das BMW Museum lässt 50 Jahre BMW 6er Historie anhand ausgewählter Exponate Revue passieren. Mitte der 1970er Jahre setzte BMW mit der Einführung der 6er Reihe neue Maßstäbe im Automobilbau. „Die BMW 6er Reihe steht seit fünf Jahrzehnten für Eleganz, Sportlichkeit und Langstreckenkomfort“, so Helmut Käs, Leiter BMW Group Classic und BMW Museum. „Dieses ikonische Design hat sich als eines der prägendsten in der BMW Geschichte etabliert und wird weltweit von Fans und Sammlern geschätzt.“

Von 1976 bis 1989 wurde die erste BMW 6er Reihe ausschließlich als Coupé produziert. Technisch basierte das Modell auf der BMW 5er Reihe und orientierte sich stilistisch an den luxuriösen Oberklasse-Coupés der 1960er Jahre. Die Karosserien wurden zunächst bei Karmann und ab 1982 im BMW Werk Dingolfing gefertigt. Die Baureihe umfasste fünf Motorisierungen sowie ein spezielles US-Modell. Unter Chefdesigner Paul Bracq entstand ein zeitloses, dynamisches Design: die spitz zulaufende „Haifischnase“, das markante Seitenprofil und großzügige Fensterflächen prägen die unverwechselbare Ästhetik. Einen direkten Nachfolger gab es zunächst nicht; ab 1989 wurde der BMW 8er als großes Coupé angeboten, bevor 2003 mit dem E63 eine neue Generation des BMW 6er auf den Markt kam. Auch im Rennsport machte sich die Reihe einen Namen. 1983 brachte BMW den 635CSi als seriennahen Gruppe‑A‑Tourenwagen an den Start und gewann damit 1984 und 1986 die Tourenwagen‑Europameisterschaft sowie 1984 die Deutsche Produktionswagen‑Meisterschaft.

Der BMW 6er als Moviestar.

Schon auf dem Vorplatz des Museums werden die Besucherinnen und Besucher von einem scheinbar schwebenden BMW 6er begrüßt, inspiriert von der Fotoserie „Flying Cars“ des französischen Fotografen Sylvain Viau. Die Ästhetik erinnert an die futuristische Bildsprache klassischer Science‑Fiction‑Filme und weist bereits auf die Sonderausstellung in der Rotunde hin, in der auch die Rolle der BMW‑6er‑Baureihe in der Film- und TV-Geschichte beleuchtet wird. Denn das BMW 6er Coupé eroberte sich hier einen festen Platz und war unter anderem in internationalen Produktionen wie „Dallas“ und „Zurück in die Zukunft II“, sowie in deutschen Formaten wie „Tatort“ und „Der Bulle von Tölz“ zu sehen.

„Der ‚Sechser‘ ist bis heute ein beliebtes Filmauto gerade für außergewöhnliche Produktionen – weder ein Auto von der Stange noch ein typisches Action-Car oder reiner Luxuswagen, sondern ein echter ‚Charakterkopf‘. Als Reminiszenz daran zeigt die Sonderausstellung ein zeitgenössisches Filmset der 1970er Jahre vor der Skyline von München, um die ikonische Verbindung des ‚Moviestars‘ BMW 6er zur Leinwand sprichwörtlich in Szene zu setzen“, erklären die Kuratoren der Sonderausstellung, Anna Schleypen und Klaus-Anton Altenbuchner. Vor der atmosphärischen Filmkulisse treten der BMW 628CSi (1982) und der BMW M635CSi (1985) in dynamischer Pose in den Mittelpunkt, während fiktive Filmplakate im Aufgang der Rotunde die Fahrzeuge aus wechselnden Blickwinkeln ergänzen.

Der BMW 628CSi zählt zu den erfolgreichsten Modellvarianten der Baureihe. Ab 1979 sorgte der 2,8-Liter-Einspritzmotor für eine moderne Weiterentwicklung und ersetzte das Vorgängermodell mit Vergasertechnik. Bis 1987 war der 628CSi in Produktion und überzeugte durch die gelungene Verbindung von Eleganz, Sportlichkeit und hohem Komfort. Der BMW M635CSi, ab 1984 mit 286 PS starkem M1-Motor und einer Spitzengeschwindigkeit von über 250 km/h, galt seinerzeit als schnellster Viersitzer der Welt. Bis 1989 wurden 5.655 Exemplare produziert, was das rare M-Modell heute zu einer BMW Legende auf vier Rädern macht.

Zwei „Sechser“ Ikonen: BMW 635CSi und BMW 633CSi

Nicht nur die filmische Präsenz steht im Fokus, auch die kulturelle Bedeutung der BMW 6er Reihe findet in der Sonderausstellung statt. Aus der BMW Art Car Collection, die seit letztem Jahr mit der BMW Art Car World Tour ihr 50-jähriges Bestehen feiert, werden in der Art Car Galerie des BMW Museum im Wechsel zwei BMW 635CSi präsentiert: 1982 gestaltete der österreichische Künstler Ernst Fuchs das fünfte BMW Art Car der Sammlung, bei dem es sich um das erste BMW Art Car auf Basis eines Serienfahrzeugs handelt. Sein Art Car namens „Feuerfuchs auf Hasenjagd“ ist eine Hommage an Mythologie, Geschwindigkeit und spirituelle Symbolik. Vier Jahre später folgte der Pop-Art Künstler Robert Rauschenberg mit dem sechsten Fahrzeug der Collection und verwandelte das Modell in eine schwarz/weiß gehaltene Collage aus Kunstgeschichte, Fotografie und Alltagskultur.

Mit dem BMW 633CSi zeigt das BMW Museum im Baureihenturm ein ebenso zentrales Modell der 6er Baureihe. Zeitgleich mit dem 630CS vorgestellt, war der 633CSi zunächst mit der damals hochmodernen Bosch L-Jetronic-Einspritzung ausgestattet. Im September 1979 erhielt das Modell die digitale Motor-Elektronik (DME), was sowohl den Schadstoffausstoß als auch den Verbrauch nochmals reduzierte, die Motorleistung allerdings von 200 PS auf 197 PS senkte.

Gezeigte Fahrzeuge im Überblick.

  • BMW 6er Karosseriemodell. / Vorplatz des BMW Museum
  • BMW 628CSi (1982). / Rotunde BMW Museum
  • BMW M635CSi (1985). / Rotunde BMW Museum
  • BMW 633CSi (1976). / Baureihenturm BMW Museum
  • BMW Art Car #5 von Ernst Fuchs, BMW 635CSi (1982). / Art Car Galerie BMW Museum (Ausstellungsdaten: 17. März – 13. Juli 2026)
  • BMW Art Car #6 von Robert Rauschenberg, BMW 635CSi (1986). / Art Car Galerie BMW Museum (Ausstellungsdaten: 7. September – Ende 2026)

Neben der Schau zum 50‑jährigen Jubiläum der BMW 6er Reihe läuft noch bis Ende 2026 die Ausstellung „Belle Macchine. Italienisches Automobildesign bei BMW“. Alle Ausstellungen können zu den regulären Öffnungszeiten des BMW Museum besucht werden: Dienstag bis Sonntag, 10:00–18:00 Uhr (letzter Einlass um 17:30 Uhr).