(Auszug aus der Pressemitteilung)
Die Hälfte der deutschen Angestellten schätzt das Vertrauen ihrer Führungskraft. Kritik äußern die Arbeitnehmenden am häufigsten wegen schlechter Kommunikation und fehlender Wertschätzung von oben. Deswegen zu kündigen, ist für die Mehrheit aber kein Thema. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Onlinehändlers Galaxus.
Über den Chef oder die Chefin zu lästern, ist fast so etabliert wie das Amen in der Kirche. Doch wie unzufrieden bzw. zufrieden sind Arbeitskräfte mit ihren Vorgesetzten? Im Auftrag des Onlinehändlers Galaxus befragte der Marktforscher YouGov 5227 Personen aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich zu diesem Thema.
Schweiz schätzt Chefs
Arbeitskräfte in der Schweiz sind im europäischen Vergleich am zufriedensten mit ihren direkten Vorgesetzten (3.8 von 5 Punkten). 27 % in der Schweiz geben an, «sehr zufrieden» zu sein mit ihrer Chefin oder ihrem Chef. Am anderen Ende der Rangliste liegt Italien (3.3 von 5 Punkten), wo nur 15 % die positivste Antwort auswählten.
Ob Mann oder Frau, jung oder alt: Die Zufriedenheit unterscheidet sich kaum zwischen den demografischen Gruppen.
Kritik an Kommunikation der Vorgesetzten
Bevor wir zu den Lobeshymnen kommen, blicken wir auf die Schwächen der Führungskräfte: In Deutschland, Frankreich und der Schweiz ärgern sich die Arbeitnehmenden am häufigsten über schlechte Kommunikation des Chefs oder der Chefin. Gut 20 % wählten diese Option aus. Italienerinnen und Italiener stören sich dagegen am häufigsten an der wechselhaften Stimmung der vorgesetzten Person und Österreicherinnen und Österreicher über unklare Entscheidungen. In Deutschland und Frankreich echauffieren sich zudem überdurchschnittlich viele über fehlende Wertschätzung von oben.
In der DACH-Region haben rund 33 % nichts zu meckern an ihrer Chefin oder ihrem Chef, in Frankreich und Italien gut 25 %.
Lästern ja, kündigen nein
Diese Schwächen treiben Angestellte nur selten dazu, zu kündigen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wechselten 16 % aufgrund des Chefs oder der Chefin den Job.
In Italien, dem Land mit der tiefsten Vorgesetzten-Zufriedenheit, kündigen sogar noch weniger Leute wegen ihrer Chefin oder ihres Chefs (11 %) – ebenso in Frankreich. Für die Mehrheit in Europa ist eine neue berufliche Herausforderung wegen der Führungskraft kein Thema.
Was Chefs richtig machen
60 % in der Schweiz schätzen an ihrer Führungskraft, dass diese ihr vertraut. Auch in Deutschland und Österreich (46 %) sowie in Frankreich (39 %) ist das Vertrauen von oben das meistgenannte Attribut. Gute Kommunikation loben in den befragten Ländern gut 35 %, in Italien nur 23 %.
Wer sich wertgeschätzt fühlen will bei der Arbeit, verdient seine Brötchen am besten in der Schweiz: Knapp 50 % in der Eidgenossenschaft fühlen sich von der vorgesetzten Person wertgeschätzt – der höchste Wert im europäischen Vergleich.
In Italien schätzen die Arbeitnehmenden vor allem die Zugänglichkeit und Fachkompetenz ihrer Führungskräfte. Dagegen loben mit Abstand am wenigsten Arbeitnehmende in Italien die Wertschätzung (13 %).




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