Google Pixel 11: Tensor G6 und 120-facher Zoom für Pro-Modelle

Der neue Chip ist besonderes bei KI-Verarbeitung schneller, Preise ziehen an

Google bringt mit dem Pixel 11, Pixel 11 Pro und Pixel 11 Pro XL seine nächste Smartphone-Generation auf den Markt. Im Mittelpunkt stehen der neue Tensor G6 Prozessor, deutlich überarbeitete Kameras und eine stärkere Verzahnung mit Gemini. Gleichzeitig verfeinert Google das Design und verbessert Display, Ladeleistung und Widerstandsfähigkeit.

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Herzstück der neuen Pixel-Generation ist der Google Tensor G6. Google bezeichnet ihn als seinen bislang schnellsten und leistungsfähigsten Smartphone-Chip. Gegenüber dem Tensor G5 soll die CPU unter anderem 25 Prozent schnelleres Surfen und 15 Prozent kürzere App-Startzeiten ermöglichen. Noch stärker fällt der Zuwachs bei der KI-Verarbeitung aus: Die TPU bietet laut Google 50 Prozent mehr Rechenleistung. Zusammen mit dem aktuellen KI-Modell Gemini Nano sollen KI-Aufgaben im Gerät bis zu 3,5-mal schneller und mit bis zu 3,5-mal geringerem Energieverbrauch verarbeitet werden.

Auch bei der Sicherheit gibt es Neuerungen. Tensor G6 arbeitet mit dem neuen Titan M3 Sicherheitschip zusammen. Google integriert dabei Post-Quantum-Kryptografie in den Secure Boot, um die Pixel-Geräte auch gegen künftig erwartete Angriffe mit Quantencomputern abzusichern.

Farben des Google Pixel 11

Besonders deutlich legt Google bei den Kameras nach. Das Pixel 11 erhält einen größeren 48-Megapixel-Hauptsensor, der laut Hersteller 56 Prozent lichtempfindlicher ist als beim Pixel 10. Das 5-fach-Teleobjektiv unterstützt dank Tensor G6 zudem einen 30-fachen Super Zoom. Bei Pixel 11 Pro und Pro XL kommt ein neuer Hauptsensor hinzu. Das Teleobjektiv löst ebenfalls mit 48 Megapixeln auf und besitzt einen größeren Sensor mit 30 Prozent höherer Lichtempfindlichkeit. Erstmals lässt sich bei 5-facher Vergrößerung auch der Porträtmodus verwenden.

Die Spitze markiert der neue Pro Zoom mit bis zu 120-facher Vergrößerung. Dafür kombiniert Google die Kamerahardware mit seinen aktuellen Bildverarbeitungsmodellen und der Rechenleistung des Tensor G6. Einschränkungen gibt es allerdings: Die 120-fache Vergrößerung steht nicht für alle Kameras, Apps und Aufnahmemodi zur Verfügung. Auch bei Nachtaufnahmen soll der neue Chip helfen. Der überarbeitete ISP sowie neue Sensoren und Software sollen Night Sight bis zu 4,5-mal schneller machen, ohne die von Google angestrebte Bildqualität zu reduzieren.

Google Pixel 11 Pro Farbauswahl

Frühere Leaks zeigten bereits eine behutsame Weiterentwicklung und so bleibt Google optisch der Pixel-Linie treu, reduziert aber die Größe des charakteristischen Kamerabalkens. Beim Pixel 11 fällt dieser laut Google 40 Prozent dünner aus. Eine durchgehende Glasabdeckung soll zudem für ein homogeneres Erscheinungsbild sorgen.

Die Pro-Modelle bekommen das bislang hellste Super-Actua-Display der Pixel-Serie mit einer Spitzenhelligkeit von bis zu 3600 Nits. Eine neue Beschichtung soll die Kratzfestigkeit gegenüber dem Pixel 10 Pro mehr als verdoppeln. Pixel 11 Pro und Pro XL sind in den Farben Canyon, Fog, Olive und einem matten Obsidian erhältlich.

Eine neue Funktion der Pro-Modelle nennt Google HiLight. Dabei sitzen farbige LEDs rund um den Kamerablitz und informieren über bestimmte Ereignisse, ohne dass das Display eingeschaltet werden muss. Für Kontakte lassen sich individuelle Farben festlegen. Auch Gemini kann über unterschiedliche Lichtmuster signalisieren, ob die KI zuhört, eine Anfrage verarbeitet oder antwortet. Weitere Benachrichtigungsfunktionen sollen später hinzukommen.

Alle drei Modelle starten zudem mit 256 GByte Speicher. Pixel 11 und Pixel 11 Pro unterstützen erstmals Qi 2.2 mit bis zu 25 Watt kabellosem Laden. Beim Pixel 11 Pro XL verspricht Google beim kabelgebundenen Laden bis zu 15 Stunden zusätzliche Akkulaufzeit nach 15 Minuten Ladezeit.

Wie erwartet setzt Google höhere Preise an. Das Pixel 11 startet bei 999 Euror, das Pixel 11 Pro bei 1199 Euro US-Dollar und das Pixel 11 Pro XL bei 1399 Euro. Vorbestellungen sind laut Google bereits möglich, die Geräte sollen ab dem 20. August im Google Store und bei Handelspartnern erhältlich sein. Alle drei Smartphones erhalten zudem sieben Jahre lang Android-, Sicherheits- und Pixel-Drop-Updates.

Quelle: Pressemitteilung

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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