Arm hat seinen neuen Grafikchip Mali G2-Ultra NX vorgestellt, der als Teil kommender SoCs in mobilen Endgeräten werkeln wird. Er bringt eine Ray-Tracing-Einheit der 3. Generation mit, hat aber noch deutlich mehr auf dem Kasten. Über die neuronalen Beschleuniger rückt, ganz wie bei PC-Spielen, künstliche Intelligenz in den Fokus.
Da drängen sich natürlich Vergleiche mit Nvidias DLSS auf. Aber in diesem Fall meint Arm mit neuronaler Grafik nicht komplette Transformationen der Beleuchtung und Co., wie sie etwa DLSS 5 ermöglicht. Vielmehr setzt die Arm Mali G2-Ultra NX, welche der Hersteller als eine erste „KI-native GPU“ bezeichnet, zum Beispiel auf Neural Super Sampling (NSS). Dies ist im Grunde mit dem Upscaling via DLSS grob vergleichbar. Wiederum ist Neural Frame Rate Upscaling (NFRU) ein Pendant zur Multi-Frame Generation.
Schließlich kommt auch noch Neural Super Sampling and Denoising (NSSD) welches dann bei der Arm-GPU wohl Nvidias Ray-Reconstruction ähneln dürfte. Eine Kombination aus NFRU und NSSD kann laut Arm in Spielen zu einer vierfach höheren Performance-Effizienz führen und gleichzeitig die Speicherbelastung um 70 % senken, wenn man mit der nativen Berechnung vergleicht. Das ist gerade beim Mobile Gaming vielleicht beides noch wichtiger als an klassischen PCs, weil hier natürlich die Akkulaufzeit und Hitzeentwicklung eine noch größere Rolle spielen.
Die GPU Arm Mali G2-Ultra NX muss natürlich dann von Partnern in deren SoCs Verwendung finden, schließlich liefert Arm nur die Designs. Inwiefern es dann abseits der üblichen Free-to-Play-Spiele wirklich Games geben wird, die mit der Leistung hantieren, muss sich zeigen.
Quelle: ARM

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