AMD hat im dritten Quartal 2026 neue Bestmarken bei Umsatz und Gewinn erreicht. Vor allem das Geschäft mit Rechenzentren und KI-Beschleunigern entwickelt sich zum entscheidenden Wachstumstreiber. Der Umsatz in diesem Segment legte im Jahresvergleich um 97 Prozent zu. Auch der Ausblick fällt ausgesprochen optimistisch aus: CEO Lisa Su rechnet für 2027 mit einem Umsatzwachstum von mehr als 80 Prozent.
Laut Geschäftsbericht erwirtschaftete AMD im dritten Quartal einen Umsatz von 13,38 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und einem sequenziellen Wachstum von 16 Prozent. Der Nettogewinn stieg um 95 Prozent auf 2,43 Milliarden US-Dollar. Der Betriebsgewinn hat sich gleichzeitig sogar mehr als verdoppelt auf nun 2,83 Milliarden Dollar. Auch die Profitabilität verbesserte sich. Die Bruttomarge erhöhte sich von 52 auf 54 Prozent, die Betriebsmarge wurde von 14 Prozent im Vorjahr auf zuletzt 21 Prozent gesteigert.
Den größten Anteil am Wachstum hatte erneut die Data-Center-Sparte. Sie steigerte ihren Umsatz auf den Rekordwert von 8,55 Milliarden Dollar. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht das nahezu einer Verdoppelung (+97 Prozent), verglichen mit dem zweiten Quartal 2026 beträgt das Plus 27 Prozent.
Als wichtigste Wachstumstreiber nennt AMD-Chefin Lisa Su die EPYC-Serverprozessoren und die Instinct MI450 KI-Beschleuniger. Insbesondere die Nachfrage nach Rechenleistung für KI-Anwendungen sorgt für steigende Verkäufe. Zu den Unternehmen, die bereits auf AMDs neue Helios-Rack-Systeme setzen, gehören unter anderem Anthropic, Meta, Microsoft, OpenAI und Oracle Cloud Infrastructure.
Auch bei den Serverprozessoren sieht AMD weiteres Potenzial. So erklärte CEO Lisa Su laut CNBC, dass die Nachfrage sowohl bei Cloud-Anbietern als auch im Enterprise-Bereich deutlich zunehme. AMD hat zudem bereits mit der Auslieferung erster EPYC-Prozessoren der kommenden Venice-Generation begonnen. Erste OEM-Systeme sollen im vierten Quartal verfügbar werden.
Weniger erfreulich fällt die Entwicklung im Client- und Gaming-Segment aus. Der gemeinsame Umsatz sank um acht Prozent auf 3,72 Milliarden Dollar. Dabei entwickelte sich das PC-Geschäft mit einem Umsatzplus von sieben Prozent auf 2,95 Milliarden Dollar noch positiv. Vor allem Ryzen-Mobile-Prozessoren trugen dazu bei. Das Gaming-Geschäft musste hingegen einen deutlichen Rückgang verkraften. Der Umsatz fiel um 40 Prozent auf 773 Millionen US-Dollar. AMD führt dies auf rückläufige Einnahmen mit Semi-Custom-Chips für Spielkonsolen und Grafikkarten zurück.
Noch interessanter als die bereits starken Quartalszahlen ist der Ausblick. Für das vierte Quartal 2026 rechnet AMD mit einem Umsatz von rund 17 Milliarden Dollar (plus/minus 3 Prozent). Das entspräche einem Wachstum von rund 66 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und 27 Prozent gegenüber dem dritten Quartal. Im Gespräch mit Analysten gab Lisa Su zudem einen bemerkenswert optimistischen Ausblick auf das kommende Jahr. AMD erwartet für 2027 ein Umsatzwachstum von mehr als 80 Prozent. Rund 80 Prozent des Gesamtumsatzes sollen dann auf das Rechenzentrumsgeschäft entfallen. Dieses werde laut Su den größten Beitrag zum Umsatz- und Gewinnwachstum leisten.
Quelle: Pressemitteilung




Neueste Kommentare
3. November 2026
1. November 2026
21. Oktober 2026
21. Oktober 2026
18. Oktober 2026
18. Oktober 2026