Wikileaks - Helden oder Terroristen?

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Soulprayer
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Wikileaks - Helden oder Terroristen?

Ungelesener Beitrag von Soulprayer » 29.11.2010, 20:59

Hi,

das meiste wusste man eh schon vorher aus dem Spiegel, aber es schwarz auf weiß auf Notizen der US-Diplomaten zu haben, entbehrt nicht gerade einer gewissen Ironie.

Um eins vorweg zu sagen und meiner Meinung freien Ausdruck zu geben: Für mich ist Julien Assange ein Held.

Wenn irgendwer die Aktivisten bzw. Julian Assange wegen der Veröffentlichung dieses Materials verurteilt, dann wird dieser Mann bzw. Wikileaks selbst zum Märtyrer. Und das ist das schlechteste, was einem Land passieren kann: Einen weltweit bekannten Aktivisten zu verurteilen. Es sind nämlich allesamt Idealisten, die sich für Pressefreiheit und gegen die Staatsmachten stellt. Sie sind der Stoff, aus dem Helden gemacht sind – ewig zur Flucht vor negativem Einflußnahme oder möglichem Tod gezwungen und dabei gleichzeitig Ungerechtigkeiten veröffentlichen. Sei es nun der Politik den Spiegel zu zeigen oder den Mächtigen dieser Welt die Leviten lesen (siehe letzter Coup: Videos vom Irakkrieg)
Sie sind es, die den schnöden Mammon strafen und versuchen, den Lobbyismus aus der Welt zu schaffen.

Julien Assange wurde abgehört, ausgezeichnet, verhaftet, zensiert und verklagt, und letzteres bislang erfolglos. Seit ich glaub Juni wird Assange von den USA gesucht. Und seit ungefähr zwei Wochen auch mit internationalem Haftbefehl von Schweden. Laut Assange ist eine „Geheimdienstintrige“ der Hintergrund dieses Haftbefehls, was ich persönlich auch glaube. Ich mein, Reuters hat fast zwei jahre lang versucht, durch den "Freedom of Information Act" das Video, was letztendlich auf Wikileaks gelandet ist, zu veröffentlichen.
Wikileaks hat sich auch immer wieder an die USA gewandt und angeboten, sensible Daten zu löschen, aber diese haben ihn nur bedroht und haben bislang keinen einzigen Versuch gemacht mit Wikileaks in Dialog zu treten. Er hält den Kopf hoch (auch die Nase zugegebenerweise) aber genau wie früher Murdoch verändert er heute und in den folgenden Tagen den Journalismus, wie er es schon angekündigt hatte.

Julien Assange wird oft zitiert aus einem Briefwechsel mit Harold Hongju Koh.
“I understand that the United States government would prefer not to have the information that will be published in the public domain and is not in favour of openness. (..)
You have chosen to respond in a manner which leads me to conclude that the supposed risks are entirely fanciful and you are instead concerned to suppress evidence of human rights abuse and other criminal behaviour
Die Washington Post geht sogar noch einen Schritt weiter:
In fact, the world's real secrets - the secrets of regimes where there is no free speech and tight control on all information - have yet to be revealed. This stuff is awkward and embarrassing, but it doesn't fundamentally change very much. How about a leak of Chinese diplomatic documents? Or Russian military cables? How about some stuff we don't actually know, like Iranian discussion of Iranian nuclear weapons, or North Korean plans for invasion of the south? If the founder of WikiLeaks, Julian Assange, is serious about his pursuit of "Internet openness" - and if his goal isn't, in fact, embarrassing the United States - that's where he'll look next. Somehow, I won't be surprised if he doesn't.
Morgen sollen Dokumente zu Nord- und Südkorea offen gelegt werden – und im Laufe der Woche kommen noch Dokumente von/aus/über Pakistan, Afghanistan, Kanada, Jemen und China.
Das wird spannend… also ich bin ja schon neugierig. ;)

Was denkt ihr so über die Wikileaks-Geschichte?

Gruß
Soulprayer
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psycho-dad

Re: Wikileaks - Helden oder Terroristen?

Ungelesener Beitrag von psycho-dad » 29.11.2010, 21:22

Am peinlichsten finde ich mal wieder die Reaktionen von unseren eigenen Politheinis. Sie werden von den USA durch den Kakao gezogen, aber anstatt sich aufzuregen, dass sie hintergangen wurden, laufen sie blind weiter hinterher und lamentieren über Vertraulichkeit und beschädigte Beziehungen. Bitte?? Die tun ja gerade so, als hätte Wikileaks diese Protokolle angefertigt und nicht die Amis. Wie hirnverbrannt kann man sein?? "Man hält mich drüben für einen Klappspaten, aber solange das einschließlich mir niemand mitbekommt, ist alles in Butter." - Und wenn die Nachricht schlecht ist, dann ist der Überbringer Schuld.

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Re: Wikileaks - Helden oder Terroristen?

Ungelesener Beitrag von Seelenkrank » 29.11.2010, 22:18

ohne hintermänner die bereit sind diverse dokumente "zu verlieren" könnte wikileaks gar nicht so erfolgreich sein.
die kleinen zahnrädchen im system die sehen das etwas falsch läuft aber keinen einfluss haben was zu verändern also.
aber wer bitteschön glaubt den ernsthaft von unseren politikern (und andere auch) das kein persönlicher eindruck oder eine einschätzung der person gemacht wird?
wenn ich jemanden auf meine seite ziehen möchte oder umstimmen muss ich seine schwächen und seine fähigkeiten einschätzen können, schach auf höherer ebene imho.

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Re: Wikileaks - Helden oder Terroristen?

Ungelesener Beitrag von Soulprayer » 29.11.2010, 22:33

@pscho-dad
Naja, darüber hinwegsehen ist imho eine Möglichkeit, der USA diplomatisch das Signal zu senden, daß man weiterhin bereit ist, mit ihnen an einem Tisch zu sitzen. Fragt sich nur, inwieweit der Dialog wiederaufgenommen werden kann. Deutschland kommt der USA bzgl. Schadensbegrenzung nur entgegen.

@seelenkrank
Naja, Schach auf hohem Niveau in der Politik stell ich mir was anderes vor. Bspw. die Diskussion um spätere Staatsanleihen für Portugal.
Ich glaub eher, daß diese "diplomatischen Beziehungen" auch Lobbyarbeit ist. Schließlich will jedes Land auch internationalen Handel fördern.
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Re: Wikileaks - Helden oder Terroristen?

Ungelesener Beitrag von KoreaEnte » 29.11.2010, 23:09

Die Kriegsdokumente fand ich noch ganz interessant, damit man wirklich mal sehen konnte, was da so abgeht, worauf man als Bürger auch ein Recht haben sollte, auf jeden Fall als amerikanischer Bürger, der seine Soldaten in das Gebiet schickt.

Aber was bringt es dem "Volk" wenn es weiß wie ein Botschafter von Amerika unseren Außenminster findet? Finde das relativ uninteressant und das die deutschen Politiker sagen, dass das an den Beziehungen nicht viel ändern wird, ist doch logisch. Soetwas macht doch jeder selber auch, nur eben nicht aufgeschrieben, man weiß genau, wenn man in der Uni zu bestimmten Themen anspricht und wen man für nicht so klug hält, wer einem sympatisch ist, mit wem man lieber zusammenarbeitet usw. und gelästert wird doch in der Uni oder auf der Arbeit auch.

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Re: Wikileaks - Helden oder Terroristen?

Ungelesener Beitrag von Uncle Doc » 30.11.2010, 16:38

Solche Bewertungen mit psychologischen (Kurz-)Profilen der politischen "Gegenseite" macht sowieso jeder über jeden, da verstehe ich die aktuelle Entrüstung (auch seitens der Amis) nicht. Peinlicher finde ich, wenn der amerikanische Botschafter in Deutschland zur Vermittlung Interviews im deutschen Fernsehen gibt und nicht Deutsch spricht - dachte eigentlich, dass man als Botschafter der jeweiligen Landessprache auf hohem Niveau mächtig sein müsste.
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Re: Wikileaks - Helden oder Terroristen?

Ungelesener Beitrag von oxe23 » 30.11.2010, 16:45

Uncle Doc hat geschrieben:Solche Bewertungen mit psychologischen (Kurz-)Profilen der politischen "Gegenseite" macht sowieso jeder über jeden, da verstehe ich die aktuelle Entrüstung (auch seitens der Amis) nicht. Peinlicher finde ich, wenn der amerikanische Botschafter in Deutschland zur Vermittlung Interviews im deutschen Fernsehen gibt und nicht Deutsch spricht - dachte eigentlich, dass man als Botschafter der jeweiligen Landessprache auf hohem Niveau mächtig sein müsste.
Genau das habe ich mir auch gedacht ;-)

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Re: Wikileaks - Helden oder Terroristen?

Ungelesener Beitrag von KoreaEnte » 30.11.2010, 17:51

Deutsche Botschafter wechseln alle fünf Jahre die Botschaft, Amerikaner werden das wahrscheinlich ähnlich machen, deswegen sprechen die wenigstens Botschafter die Sprache des jeweiligen Landes perfekt, was deswegen auch kaum verlangen kann.

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Re: Wikileaks - Helden oder Terroristen?

Ungelesener Beitrag von Uncle Doc » 30.11.2010, 18:00

Dann nehme ich diesen Teil zurück.
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Re: Wikileaks - Helden oder Terroristen?

Ungelesener Beitrag von Aero » 30.11.2010, 18:30

Der russische Botschafter spricht Deutsch. An den Kenntnissen/Fähigkeiten des Botschafters kann man sehr gut erkennen, wie wichtig (oder unwichtig) du bist. Ulrich Brandenburg, der deutsche Botschafter in Moskau seit 2010, hat Russisch zumindest gelernt.

Wikileaks hat bis jetzt nichts Weltbewegendes publiziert (nichts, was der gesunde Menschenverstand sowieso schon wusste) und der Assange ist einfach nur so mediengeil wie eine Paris Hilton.
Zuletzt geändert von Aero am 30.11.2010, 18:42, insgesamt 3-mal geändert.

psycho-dad

Re: Wikileaks - Helden oder Terroristen?

Ungelesener Beitrag von psycho-dad » 30.11.2010, 19:08

Aero hat geschrieben:Wikileaks hat bis jetzt nichts Weltbewegendes publiziert (nichts, was der gesunde Menschenverstand sowieso schon wusste)...
Es ist schon ein Unterschied, ob es alle wissen oder ahnen, oder ob die Beweise schwarz auf weiß auf dem Tisch liegen.

Dass Westerwelle ein Kasper ist, wussten wir sicher schon vor den Amis. Immerhin haben sie es auch erkannt, das spricht eigentlich für sie... ;)

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Re: Wikileaks - Helden oder Terroristen?

Ungelesener Beitrag von Aero » 30.11.2010, 19:48

Nicht nur für die Amis... es gab schon zu Schwesterwelles Amtsantritt Kommentare aus dem Ausland wie, "Unerfahrenheit", "nicht einschätzbar" und "Skepsis", die übersetzt heißen würden: Inkompetent. Diese "schwarz auf weiß" - Fakten sind doch nur eine modernere Form der Bild-Zeitung. Mich wundert es jedenfalls nicht, das gerade der Spiegel einen der "Vorab-Eingeweihten" spielen durfte.
Zuletzt geändert von Aero am 30.11.2010, 19:49, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Wikileaks - Helden oder Terroristen?

Ungelesener Beitrag von Soulprayer » 30.11.2010, 20:19

@Aero
wenn der wirklich mediengeil wäre, würde der sich persönlich zu den Interviews einfinden. *g*
Derzeit ist er untergetaucht.
Wusstest Du, daß er eine Einladung von Ecuador hat, sich dort niederzulassen und seine publizistische Arbeit fortzusetzen?
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Re: Wikileaks - Helden oder Terroristen?

Ungelesener Beitrag von Aero » 30.11.2010, 20:49

Natürlich hat er sie. Oder sind Ecuador und die USA dicke Freunde? ;-) Bitte nicht falsch verstehen, ich bin kein Verteidiger der USA ;) Assange hat wikileaks ein Gesicht gegeben, das war ein Fehler. Meine Meinung.

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Re: Wikileaks - Helden oder Terroristen?

Ungelesener Beitrag von Soulprayer » 30.11.2010, 20:57

tjoa, in 50 Jahren wird er als Volksheld gefeiert - meine Meinung :-)
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Re: Wikileaks - Helden oder Terroristen?

Ungelesener Beitrag von Aero » 30.11.2010, 21:06

Du verwechselst ihn mit Herrn Sarrazin :P

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Re: Wikileaks - Helden oder Terroristen?

Ungelesener Beitrag von Soulprayer » 30.11.2010, 21:29

Diesen vulgärdarwinistischen Besessenen?
Nee, ich glaub nicht :-)
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Re: Wikileaks - Helden oder Terroristen?

Ungelesener Beitrag von Dude » 30.11.2010, 23:20

Sein Heldenimage hat sich der Sarrazin für ewig mit seinem Buch verbaut...
####

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Re: Wikileaks - Helden oder Terroristen?

Ungelesener Beitrag von Benny » 01.12.2010, 07:21

Jetzt ist der wikileaks Gründer von interpol gejagt. Wegen angeblicher Vergewaltigung
Mit einem Kursziel ist es wie mit einer kaputten Uhr: Auch die geht 2x am Tag richtig.

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Re: Wikileaks - Helden oder Terroristen?

Ungelesener Beitrag von esmo » 01.12.2010, 13:00

ist das nicht schon seit letzte woche bekannt?
Ohne Daten bist du nur eine weitere Person mit einer Meinung

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Re: Wikileaks - Helden oder Terroristen?

Ungelesener Beitrag von Soulprayer » 01.12.2010, 13:09

Der haftbefehl ist heute von interpol akzeptiert worden. Er ist nun in 188 ländern gesucht.
Ich bin ein UFO - ein unheimlich faules Objekt.

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Re: Wikileaks - Helden oder Terroristen?

Ungelesener Beitrag von Soulprayer » 01.12.2010, 14:48

sehr interessant.
ist in twitter.com/wikileaks verlinkt:
http://zunguzungu.wordpress.com/2010/11 ... %E2%80%9D/
Ich bin ein UFO - ein unheimlich faules Objekt.

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Re: Wikileaks - Helden oder Terroristen?

Ungelesener Beitrag von doto » 02.12.2010, 18:48

der arme Mann kann einem nur leid tun, für mich ist er ein Held. Dieser angebliche Vergewaltigungsvorwurf ist doch gestrickt und riecht nach Angstschweiß. Nur schade das nicht mehr aus den Veröffentlichungen rauszuholen ist, alle Politiker dieser Welt sollten an den Pranger gestellt werden und mal das Leisten was die Bevölkerung jeden Tag ertragen muss ob ihrer fragwürdigen Entscheidungen.

ach... was reg ich mich eigentlich auf. Ich würd den verstecken und meinen PC zur Verfügung stellen
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Re: Wikileaks - Helden oder Terroristen?

Ungelesener Beitrag von Soulprayer » 03.12.2010, 19:26

selbst eine russische Zeitung kritisiert USA für ihr Vorgehen und vergleicht den Fall mit Valerie Plame

http://english.pravda.ru/opinion/column ... kileaks-0/
Ich bin ein UFO - ein unheimlich faules Objekt.

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Re: Wikileaks - Helden oder Terroristen?

Ungelesener Beitrag von Soulprayer » 03.12.2010, 21:14

LOL, aus dem offiziellen "Press Briefing" der USA, die haben echt keinen Plan...

http://www.state.gov/r/pa/prs/dpb/2010/12/152291.htm
(...)
QUESTION: Do you know if the State Department regards WikiLeaks as a media organization?
MR. CROWLEY: No. We do not.
QUESTION: And why not?
MR. CROWLEY: WikiLeaks is not a media organization. That is our view.
QUESTION: So P.J., going back to the answer to your last question, have you contacted governments that have been censoring this to protest that – or sites that they have --
MR. CROWLEY: I’m not in a position to say what governments have done or what conversations have occurred between governments and media. There’s – certainly, there are countries around the world that do not have as robust a focus on these issues as ours does. That’s probably not a surprise to us, and when we do meet with these governments, we talk about media issues among key human rights issues. Our dialogue is not going to change over this.
QUESTION: P.J., on that subject of WikiLeaks, Amazon, as we know, did have them on their server for a time and then stopped doing that. And there’s a human rights group that says that Amazon was directed by the U.S. Government to stop that relationship. Do you know anything –
MR. CROWLEY: All I can say is I’m not aware of any contacts between the Department of State and Amazon.
QUESTION: Or the U.S. Government or just State?
MR. CROWLEY: I’m not in a position on this particular issue to talk about the entire government. I’m just not aware of any contacts directly.
QUESTION: From your perspective, what is WikiLeaks? How do you define them, if it is not a media organization, then?
MR. CROWLEY: Well, as the Secretary said earlier this week, it is – one might infer it has many characteristics of some internet sites. Not every internet site you would call a media organization or a news organization. We’re focused on WikiLeaks’s behavior, and I have had personally conversations with media outlets that are reporting on this, and we have had the opportunity to express our specific concerns about intelligence sources and methods and other interests that could put real lives at risk.
Mr. Assange, in a letter to our Ambassador in the United Kingdom over the weekend, after documents had been released to news organizations, made what we thought was a halfhearted gesture to have some sort of conversation, but that was after he released the documents and after he knew that they were going to emerge publicly. So I think there’s been a very different approach. And Mr. Assange obviously has a particular political objective behind his activities, and I think that, among other things, disqualifies him as being considered a journalist.
QUESTION: What is his political objective?
QUESTION: The same letter --
MR. CROWLEY: Hmm?
QUESTION: What is his political objective?
MR. CROWLEY: Well, his – I mean he could be considered a political actor. I think he’s an anarchist, but he’s not a journalist.
QUESTION: So his objective is to sow chaos, you mean?
MR. CROWLEY: Well, I mean, you all come here prepared to objectively report the activities of the United States Government. I think that Mr. Assange doesn’t meet that particular standard.
QUESTION: But just so I understand, P.J., what – I mean you just said the – that you thought he was --
MR. CROWLEY: Well, but I mean – let me – he’s not a journalist. He’s not a whistleblower. And there – he is a political actor. He has a political agenda. He is trying to undermine the international system of -- that enables us to cooperate and collaborate with other governments and to work in multilateral settings and on a bilateral basis to help solve regional and international issues.
What he’s doing is damaging to our efforts and the efforts of other governments. They are putting at risk our national interest and the interests of other governments around the world. He is not an objective observer of anything. He is an active player. He has an agenda. He’s trying to pursue that agenda, and I don’t think he can – he can’t qualify as either a journalist on the one hand or a whistleblower on the other.
QUESTION: Sorry. What is that agenda, that political agenda? Can you be more --
MR. CROWLEY: I’ll leave it for Mr. Assange to define his agenda. He has been interviewed by some of your news organizations. He has the ability to talk for himself. But you asked -- I was asked a specific question, “Do we consider him a journalist?” The answer is no.
QUESTION: In the same letter, he said that U.S. is trying to suppress the whole thing about human rights abuses. And do you agree with his contention that the U.S. is --
MR. CROWLEY: I found very little that Mr. Assange has said that we agree with.
(...)
QUESTION: One more question on Julian Assange, actually. There’s been an Interpol request for his arrest. Do you have any comment on what you think – and he is believed to be in the UK. Do you have any comment on what you think the UK authorities should do in this case?
MR. CROWLEY: I’ll defer to them. They’re a nation of laws.
QUESTION: Thank you.
Ich bin ein UFO - ein unheimlich faules Objekt.

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