AMD K6-3 übertakten

Er ist zwar kaum noch zu haben, aber er wird noch übertaktet. Die Rede ist hier von AMDs K6-III, dem Nachfolger des Sockel7 Prozessors K6-2, dessen Produktion vor kurzem auf Kosten des K6-2+ eingestellt wurde.

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Allerdings treten bei der Erhöhung des Taktes bei diesem Prozessortyp ein paar Schwierigkeiten
auf. Sind die Taktraten bei den Celerons und Athlons schon beinahe astronomisch
hoch, und auch bei den Coppermine und Pentium III können sich die Ergebnisse durchaus
sehen lassen, krebsen die Werte beim K6-3 so ziemlich am Nullpunkt herum. Warum das
so ist und mit welchen Problemen die Overclockers zu kämpfen haben, zeigt ein Bericht
von Ace’s Hardware, denn die versuchten sich an AMDs Sockel7 CPU.

Als erstes kann man mal sagen, das es 4 verschiedene Versionen des K6-3 auf dem Markt
gibt.

  • 400MHz mit 2.2v AHX
  • 450MHz mit 2.4v AHX
  • 450MHz mit 2.2v AFX
  • 450MHz mit 2.2v AFR

Nun, der AFR 450MHz Chip ist wohl die beste Wahl beim AMD diesen Typs, da er weniger
an Wärme emittiert und weniger Strom zieht bei der normalen Taktrate. Es sei noch erwähnt,
das der 400MHz und 450MHz (beides AHX Versionen) quasi identische Chips sind, nur mit
dem Unterschied, dass die Spannung der ersten Serie des 450MHz K6-3 erhöht wurde. Also
dürfte der 400er in etwa genauso hoch getaktet werden können wie der 450er. Warum
jedoch ist es denn so schwer, diesen Prozessor zu übertakten? Die Antwort liegt in der
Geschwindigkeit des Caches. Die 256K „Full Speed Cache“ sind der Wärmeentwicklung wegen
der Flaschenhals, und der entscheidet, wie weit man übertakten kann. Dagegen kann man
nur zwei Dinge unternehmen: die Abwärme vermindern, sprich kühlen was der Lüfter her gibt,
und zweitens die Spannung erhöhen, um die Stabilität zu gewährleisten. Das hängt beides
unmittelbar zusammen, denn um die Geschwindigkeit zu erhöhen, muss die Spannung erhöht werden. Höhere Spannung jedoch bedeutet wiederum eine erhöhte Wärmeentwicklung. Deswegen man wieder mehr kühlen muss. Man sieht, ein wahrer Teufelskreis 😉
In dem Bericht von Ace’s Hardware werden unter anderem auch verschiedene Kühlmethoden beschrieben und verglichen, so das man sich die geeignetste heraussuchen kann.

Auch auf den Vergleich zwischen Bus- und CPU-Takt wurde geschaut. Das Ergebnis war,
dass nicht ein höherer FSB ausschlaggebend ist, sondern allein die Geschwindigkeit
der CPU. Man sollte also den Chip so konfigurieren, dass der maximale Prozessortakt
dabei herausspringt. Zum Abschluss zeigt Ace noch einige mögliche Konfigurationen
an FSB und Multiplikator. Und meine letzten Worte gelten wie immer der Sicherheit:
alle Veränderungen können natürlich den Prozessor, aber auch dem Board, erheblichen
Schaden zufügen. Denkt bitte daran.

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