Intel verschiebt Produktion in Irland

Fab24 wird eröffnet in 2002 und soll größere Wafer herstellen

Mit dieser Pressemitteilung hat Intel gestern bekanntgegeben, dass die ursprünglich im nächsten Jahr zu eröffnende Fabrik Fab24 in Leixlip, Irland, nun erst in der zweiten Jahreshälfte 2002 die Produktion aufnehmen soll. Dort sollen Wafer für Mikroprozessoren wie den Pentium 4 in 0,13µ Technologie hergestellt werden.

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Intel nutzt die Verschiebung um ein Jahr und wird in der Fab24 nicht wie zunächst geplant 200mm Wafer produzieren, sondern 300mm Wafer. Mit den größeren Silizium-Wafern (mit eben diesen 30cm Durchmesser) lassen sich mehr als doppelt so viele Prozessor-Chips herstellen als mit den 20cm-Wafern. Damit werden auch die Fertigungskosten um etwa 30% gesenkt.
Der Grund für die Verschiebung dürfte in den stagnierenden Absatzzahlen der letzten Monate zu suchen sein. Das macht es zur Zeit unnötig, weitere Produktionskapazitäten zu schaffen. Nach Angaben von Analysten dürfte Intel seine ursprünglich für 2001 geplanten Investitionen von sechs Milliarden US-Dollar um mehr als 30% kürzen.
Die Fab24 in Irland wird übrigens in 2002 nicht die erste Produktionsstätte von Intel sein, die 300mm Wafer herstellt. Momentan wird an entsprechenden Fabriken in Hillsboro, Oregon, und Rio Rancho, New Mexico, gebaut.

Quelle: CNET News.com

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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