Creative 3D Blaster GeForce2 MX

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Einleitung

Creative 3D Blaster GeForce2 MX Box
Auch Creative Technology bietet wie viele andere Hersteller eine Grafikkarte mit dem nVidia GeForce2 MX Grafikchip an: die Creative 3D Blaster GeForce2 MX. Bei dieser handelt es sich aber nicht um „noch eine“ GeForce2 MX, denn Creative ist so ziemlich der einzige Hersteller, der auf seinen Boards DDR SDRAM statt herkömmlichem SDRAM verwendet, deshalb wollten wir diese Karte einmal selbst genauer unter die Lupe nehmen.

Zunächst aber gilt unser Dank für die Bereitstellung des Testmodells der Firma Com-Tra!

Beim Studium der Verpackung der Creative 3D Blaster GeForce2 MX wird der potenzielle Käufer natürlich mit dem Schriftzug „32MB DDR“ neugierig gemacht und er wird sich vielleicht fragen, „Wieso verwenden die das schnellere DDR-RAM und die anderen nur normales SDRAM?“
nVidia hat den Herstellern für Grafikkarten mit dem GeForce2 MX Chip beide Alternativen zum Design ihrer Boards offen gelassen: sie können herkömmliches SDRAM oder auch Double Data Rate SDRAM einsetzen. Allerdings ist die Verwendung von DDR SDRAM mit dem Nachteil verbunden, dass dann nur ein Speicherbus von 64bit Breite eingesetzt werden soll, während SDRAM mit 128bit pro Takt angesprochen werden darf. Hier verliert DDR SDRAM also wieder seinen Vorteil, zwei Datenbits pro Takt übertragen zu können.
Die reine Milchmädchen-Rechnung würde also ergeben, dass 64bit DDR SDRAM genauso schnell sind wie 128bit SDRAM – bei gleicher Taktfrequenz, versteht sich. Und genau dies wollten wir mal in der Praxis sehen.


Creative 3D Blaster GeForce2 MX Board
Creative 3D Blaster GeForce2 MX

Die Karte selbst kommt sehr spartanisch daher, ohne jeglichen Kühler für den Grafikchip, ohne TV-Ausgang oder sonstige Gimmicks.
Der Chip selbst ist wie jeder andere GeForce2 MX auch mit 175 MHz getaktet und wird schon nach kurzer Zeit so heiß, dass man sich beim Kontakt die Finger verbrennt. Trotzdem ist eine Kühlung nach Ansicht von Creative wohl nicht unbedingt erforderlich. Abstürze oder Bildfehler traten im Dauerbetrieb nicht auf, so dass man Creative in diesem Hinblick recht geben muss.

Ein Blick auf den Speicher brachte eine Enttäuschung: es werden 7ns Chips eingesetzt, die nur bis 143 MHz (286MHz DDR) spezifiziert sind. nVidia gibt eigentlich vor, dass der Speicher einer GeForce2 MX mit 166 MHz angesprochen werden soll. Dies dürfte die Karte einiges an Performance kosten, denn nimmt man wieder die oben genannte Milchmädchen-Rechnung, dann sollte 128bit SDRAM mit 166 MHz schneller sein als 64bit DDR SDRAM bei 143 MHz.
Also sollte unser Testmodell theoretisch langsamer sein als normale GeForce2 MX Grafikkarten. Wir werden es im praktischen Test sehen…

Test-Setup

Der Test mit der Creative 3D Blaster GeForce2 MX wurde auf folgendem System durchgeführt:

AMD Athlon 850 auf Tekram K7KX-A mit 128 MB PC133 SDRAM

Zum Vergleich haben wir noch Benchmark-Ergebnisse von diesen Grafikkarten aufgeführt:

Asus AGP-V7700 Pure (nVidia GeForce2 GTS mit 32 MB DDR RAM)
Asus AGP-V6800 Pure (nVidia GeForce256 mit 32 MB DDR RAM)
Elsa Gladiac MX (nVidia GeForce2 MX mit 32 MB SDRAM)

Unser Dank geht an dieser Stelle wieder Richtung Asus, AMD, Elsa und Tekram, die uns freundlicherweise einige der Komponenten unserer Testsysteme zur Verfügung gestellt haben.

Als Benchmarks kamen 3DMark2000 und die Demo-Versionen von Quake3 (v1.09) sowie Expendable zum Einsatz. Unreal Tournament weigerte sich seltsamerweise, mit unserem Testmodell vernünftig zu laufen. Nach dem Start war der Menü-Bildschirm nur noch ein Pixel-Gewirr, so dass keine Bedienung möglich war.
Wer genaueres über unser Benchmarking wissen will, sei an diese Erläuterung verwiesen.
Die vertikale Bildsynchronisation (VSync) war bei allen Tests ausgeschaltet.

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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