Neues von Rambus

Mehr Chips, höherer Takt und niedrigere Preise

Bisher war Rambus für zwei Dinge bekannt: Hohe Preise und niedrige Leistung. Zumindest letzteres hatte aber eigentlich nicht der Speicher zu verantworten. Der Speicher an sich ist sehr schnell. Das „Drumherum“, also Prozessor, Mainboard bzw. Chipsatz, bremste den Speicher aus. Mit dem Pentium 4 konnte Rambus endlich beweisen, welche Leistung wirklich in ihm steckt.

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Geblieben ist der hohe Preis. Dieser resultiert vor allem aus der geringen Nachfrage und den hohen Fertigungskosten. Rambus-Chips sind rund 25% größer als vergleichbare SDRAM-Chips.

Das Problem der hohen Fertigungskosten ging man bereits an. 4i steht kurz vor der Einführung. 4i soll dank einiger größerer Designänderungen die Chipgröße massiv verringern. Im Endeffekt soll RDRAM nur um 5% größere Cores benötigen als SDRAM – bei gleicher Leistung.

Die Nachfragesituation sollte sich mit zunehmender Verbreitung des Pentium 4 und der Playstation 2 ebenfalls verbessern. Doch nun sieht man ein neues Problem kommen. Fast alle Speicherhersteller fuhren im vergangenen Jahr die Produktion von RDRAM zurück. Nun, da mehr Chips benötigt werden, kann man nicht mehr liefern.
Also investierte Intel eine nicht genannte Summe in Samsung, den Marktführer bei RDRAM. Dieser soll mit dem Geld die Produktion von RDRAM-Chips sofort von derzeit 7 Mio. Chips im Monat auf 10 Mio. steigern. Im zweiten Halbjahr 2001 sollen es dann schon 20 Mio. Chips sein.

In nächster Zeit dürften noch einige Chipproduzenten auf RDRAM umschwenken. Seitdem die Preise für SD- und DDR-RAM ins Bodenlose sanken, bietet RDRAM eine exzellente Gewinnmarge. Wieso sollte man als Produzent wertvolle Produktionskapazitäten für ein defizitäres Produkt verschwenden, wenn man genauso gut ein sehr profitables Produkt erzeugen könnte?

Doch auch performanceseitig soll sich etwas tun. PC800 bot bisher maximal 1,6 GB/s. Damit ist PC266er DDR-RAM überlegen. Dieses bietet eine Speicherbandbreite von 2,1 GB/s. Doch das soll sich bald ändern. Im zweiten Halbjahr dieses Jahres plant man die Einführung von PC1066er RDRAM, welches dann ebenfalls eine Speicherbandbreite von 2,1GB bieten soll. Ein Jahr später soll der Takt auf 1200MHz gesteigert werden. Eine Bandbreite von 2,4 GB(s wäre möglich. Am Quad-Data-Rate Verfahren wird ebenfalls schon gearbeitet.

Vorher dürfte jedoch noch PC333 DDR-RAM erscheinen, welches eine Bandbreite von ganzen 2,7 GB/s böte.
Welcher Speicher sich im Endeffekt durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. RDRAM birgt im Gegensatz zu SD- und DDR-RAM derzeit für die Hersteller zumindest nicht die Gefahr eines Bankrotts. Dem Endkunden dürften die höheren Preise aber kaum gefallen.

Quelle: Verschiedene

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