Preiskrieg auf dem PC-Markt?

Schwächephase hält bis 2005 an

Ein Analyst der Gartner Group ist der Meinung, dass der PC-Branche in diesem Jahr ein Preiskrieg ins Haus steht. Die Absatzzahlen für Computer gehen seit Monaten kontinuierlich nach unten, die meisten Hersteller mussten ihre erwarteten Quartalszahlen teilweise massiv nach unten korrigieren. Einige schreiben sogar rote Zahlen.

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Um die Geschäftszahlen nicht allzu schlecht aussehen zu lassen, werden daher alle Hersteller ihre Kosten senken müssen. Die Direktvermarkter wie Dell und Gateway werden dabei am erfolgreichsten sein, da sie keine Rechner produzieren, die nicht auch von Kunden bestellt wurden. Riesige Lagerbestände, die extrem schnell an Wert verlieren, sind daher nicht von Nöten. Gerade Compaq und Apple haben das Problem der zuviel produzierten Rechner.
Die Produktion bei den Direktvermarktern läuft in etwa so wie in der Automobilbranche. Die Teile, die heute verbaut werden, werden auch erst heute gekauft und geliefert. Durch langfristige Verträge mit Zulieferern sind Lieferengpässe dennoch nicht zu befürchten.
Um Marktanteile zu halten werden viele Firmen die Geräte verbilligt anbieten. Die Konkurrenz wird nachziehen, was wiederrum eine Preisreduktion der ersten Firmen nach sich zieht.

Sicher ist, dass einige Firmen die nächsten Jahre nicht überleben bzw. massiv Marktanteile verlieren werden. Laut der Gartner Group soll die Schwächephase der Branche bis 2005 anhalten. Firmen ohne dickes Finanzpolster, wie es beispielsweise Intel oder Microsoft besitzen, dürften schnell in Schwierigkeiten geraten.

Quelle: The Register

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