Mehr Infos zum Pentium Rating

Gerüchte um PR verdichten sich

Vor zwei Tagen berichteten wir, dass AMD die alte Tradition des Pentium bzw. Performance Ratings (PR) wieder aufleben lassen möchte. Das PR kommt alle Jahre wieder auf, wenn Intel der Konkurrenz in Sachen Taktraten voraus ist, nicht jedoch in punkto Performance. Da ein Großteil der Kunden auf die Taktrate achtet, müssen sich die Konkurrenzhersteller überlegen, wie sie ihre niedriger taktenden Prozessoren an den Mann bringen können. Heraus kam das PR. Es gibt an, wie schnell ein Intel-Prozessor (hier der Pentium 4) getaktet sein müßte, um die Performance des eigenen Chips zu erreichen. So wird z.B. aus einem 166MHz Prozessor ein PR300. Leider stimmte oft das PR ganz und gar nicht mit der Realität überein. Der 166MHz Prozessor war also höchstens so schnell wie ein 233MHz Pentium. Aufgrund des Mißbrauchs ist es eher unbeliebt.

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Inzwischen verdichten sich die Gerüchte, dass AMD das PR zusammen mit dem Palomino für den Desktop-PC einführen möchte. Dabei geht AMD sehr konservativ vor, sollten die vorab inoffiziell veröffentlichten Informationen stimmen. So soll der 1333MHz Palomino nur ein 1500+ Rating bekommen, obwohl er auch locker mit einem 1900MHz Pentium 4 mithalten könnte. Vermutlich wäre selbst der 2GHz Prozessor in den meisten Benchmarkdisziplinen kein Konkurrent für ihn. Der 1400MHz Palomino bekommt ein 1600+ verpasst, 1466MHz gibt es als 1700+ zu kaufen, 1533MHz werden schließlich als 1800+ vermarktet. Schenkt man den Gerüchten glauben, soll der neue Prozessor übrigens nicht Athlon 4, sondern Athlon XP heißen – Microsoft läßt grüßen.
Die Hersteller von Komplett-PCs sind zur Zeit nicht gerade begeistert von AMDs Plänen. Zwar wird AMD verhindern, dass im BIOS und beim Booten die reale Taktrate angezeigt wird, Tools wie WCPUID werden aber auch weiterhin die Taktrate auslesen können. Nun hat man bei den Herstellern Angst, dass Kunden Rechner reklamieren, wenn sie herausfinden, dass sie „nur“ einen 1533 statt den beworbenen 1800MHz Prozessor erhalten haben.

Quelle: Infoworld

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