Matrox Millennium G550

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Einleitung

Wenn die Begriffe „2D-Performance“ und „Bild-Qualität“ bei Grafikkarten fallen, denk man immer noch
unweigerlich an Matrox. Im 3D-Bereich jedoch sind eher nVidia und ATI die ersten Gedanken. Im Rennen um die fps (frames per second) ist Matrox kein ernstzunehmender Gegner. Doch dies ist auch nicht deren Ziel. Nachdem die G450 von Matrox in unserem Test nicht sonderlich gut weggekommen ist, haben wir dieses Mal die Nachfolgerkarte G550 durch unseren Testparcours gejagt. Nach all den 3D-Boliden in letzter Zeit muss sich mal wieder eine sogenannte „Business-Card“ beweisen.


Spezifikationen & Features:

Die Matrox Millenium G550 kann mit folgenden Eckdaten beschrieben werden:

  • 0.18µm Technologie
  • Zweifacher RAMDAC
    • Primär RAMDAC:
      360MHz bei einer max. Auflösung von 2048×1536@32bpp
    • Sekundär RAMDAC:
      230MHz bei einer max. Auflösung von 1600×1200@32bpp
  • 64bit DDR-RAM (8 bis 32MB)
  • 125MHz Core-Takt
  • 166MHz Speicher-Takt
  • AGP 2x – 4x
  • DualHead – Technologie
  • Eingebauter TV-Encoder
  • DirektX 8.0 & OpenGL 1.2 Unterstützung

An dieser Stelle sollte man kurz auf das Einsatzgebiet der Karte eingehen. Im Gegensatz zu anderen Grafikkartenherstellern, bei denen die Entwicklung verstärkt im 3D-Bereich liegt, bleibt Matrox größtenteils bei Altbewährtem. Wie man den Daten der Karte schon entnehmen kann, ist sie nicht für höchste 3D-Leistungen geeignet. Matrox will mit der G550 auch nicht in den Kampf um die Gunst des „Gamers“ ziehen. Man konzentriert sich durch stetige Entwicklung auf die Kunden, die man in den letzten Jahren überzeugt hat. Dabei handelt es sich meist um Arbeitsplätze im Büro (Programmierer, Designer, usw.).

Mit der G550 können aber auch Games gezockt werden. Nur muss man halt Abstriche machen in Sachen Qualität und Auflösung. Colin McRae Rally z.B. läuft bei 800x600x16 ruckelfrei, aber am Start treten ab und zu Grafikfehler auf.
Dies sind natürlich keine berauschende Werte, aber zum ab und zu mal kurz zocken reichen sie allemal.

Das herausragende Feature ist meines Erachtens ganz klar die „DualHead-Funktion“. Wobei es sich dabei nicht um eine um eine Neuheit handelt, denn schon die G400 war damit ausgestattet. Mit Dualhead können zwei Monitore gleichzeitig angesteuert werden, jeder Monitor verfügt über seinen eigenen RAMDAC und kann so optimal angesteuert werden. „Optimal“ soll heißen: mit unterschiedlicher Auflösung und Bildwiederholfrequenz. Betreibt man z.B. seinen alten 15″ (oder 17″) und einen 19″ (oder 21″) gleichzeitig, dann lernt man diese Möglichkeit schnell zu schätzen.

Die unterschiedlichen Anschlussmöglichkeiten sollen nun kurz aufgezeigt werden:

  • Monitor / Analog FB (Flachbildschirm) + Monitor / Analog FB
  • Monitor / Analog FB + TV
  • Digitaler FB + Monitor / Analog FB
  • Digitaler FB + TV


Anschlussmöglichkeiten
Matrox Millennium G550 Anschlüsse

Die G550 verfügt über einen DVI und einen HD-15 (VGA) Anschluss. Über einen (mitgelieferten) Adapter kann die DVI-Schnittstelle in einen HD-15 umgewandelt werden. Wer sich den Luxus leisten kann, zwei digitale Flachbildschirme zu verwenden, der muss auf das Modell G550 DualDVI zurückgreifen. Mit einem weiteren Adapter kann man aus einem HD-15 einen Composite und einen S-VHS Anschluss für den Fernseher machen.

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