Intel und SiS im Lizenzstreit?

Hersteller verhandeln derzeit über Lizenz für kommenden 533MHz FSB

Prozessorhersteller Intel und Chipsatzspezialist Silicon Integrated Systems (SiS) befinden sich derzeit in Verhandlungen über den neuen 533MHz Front Side Bus der kommenden Pentium 4 CPUs. SiS besitzt (im Gegensatz zu VIA Technologies) eine Lizenz zur Entwicklung und Vermarktung von Pentium 4 Chipsätzen. Offenbar gehen die Meinungen darüber auseinander, ob der schnellere FSB in der im März 2001 geschlossenen Lizenzvereinbarung eingeschlossen ist oder nicht.

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Beide Hersteller haben die Gerüchte zurückgewiesen, dass sie schon rechtliche Schritte in dieser Sache vorbereiten. Es sei noch zu früh, über eine juristische Auseinandersetzung zu spekulieren, solange die derzeitigen Verhandlungen nicht abgeschlossen sind.

Fakt ist, dass Intel aufgrund des Erfolges des SiS645 Chipsatzes mit relativ niedrigen Marktanteilen für ihre i845 Chipsets auskommen muss. Es wurde bereits gemunkelt, dass der Prozessorgigant höhere Lizenzabgaben von u.a. SiS fordern würde, um seine Marktposition zu verbessern. Dies ist allerdings unbestätigt.

Mit der Einführung des SiS645DX Anfang März ist eine heikle Situation entstanden. Dieser Chipsatz beherrscht bereits den höheren FSB von 533MHz der kommenden Pentium 4 Prozessoren. Während Intel dazu offiziell keine Stellungnahme abgeben wollte, steht SiS auf dem Standpunkt, dass auch der SiS645DX lediglich den bisherigen 400MHz FSB unterstützt. Es sei kein Verstoß gegen das Lizenzabkommen, wenn der Anwender sich dazu entscheidet, den FSB auf 533MHz zu übertakten.

Quelle: DigiTimes

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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