ATI Radeon 9000 Pro angetestet

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Einleitung

Sehr kurzfristig vor dem offiziellen Vorstellungstermin am 18.Juli 2002 erreichte uns ein Test Sample der ATI Radeon 9000 Pro. In diesem kurzen Test wollen wir einen ersten Blick auf diese Grafikkarte mit dem neuen RV250 Chip werfen, um ihre Leistungsfähigkeit abzuschätzen.

Die Radeon 9000 Pro soll mit ihrem angestrebten Verkaufspreis von etwa 150 Euro laut ATI das “Mainstream Performance“ Segment besetzen und die recht erfolgreiche Radeon 8500 ablösen, deren Produktion eingestellt wird. Sie besitzt auch die gleichen Taktraten wie eine 8500, nämlich 275MHz sowohl für Grafikchip als auch -speicher.
Daneben wird es noch die Radeon 9000 (ohne ‚Pro‘) geben, die mit 250/200 MHz etwas niedriger getaktet sein soll und deren Preis bei etwa 130 Euro liegen dürfte. Ansonsten gibt es keine Unterschiede zur 9000 Pro.
Preislich liegt man damit auf dem Niveau der nVidia GeForce4 MX Grafikkarten, allerdings besitzt man nach eigenen Angaben in einem solchen Vergleich die deutlich bessere Performance. Genau dies soll mit diesem Test überprüft werden.
Allerdings muss man noch vorausschicken, dass die Taktraten und Preise in Europa lediglich als Empfehlungen gelten können, da ATI hier selbst keine Grafikkarten im Handel verkauft. Wie die zahlreichen Partner von ATI wie Hercules, Club-3D, Gigabyte etc. die Taktfrequenzen und Preise gestalten, lässt sich derzeit noch nicht sagen.


ATI Radeon 9000 Pro
ATI Radeon 9000 Pro

Der Grafikchip wurde im Vergleich zur Radeon 8500 ein wenig verändert, um die Produktion kostengünstiger zu machen. So setzt man weiterhin auf vier Rendering Pipelines, der RV250 besitzt aber nur noch eine Textureinheit pro Pipeline. Dafür wurde laut ATI die Leistung der Vertex Shader verbessert. In modernen Spielen, die Shader verwenden, dürfte man daher eine insgesamt etwas höhere Performance erwarten, durch die geringere Anzahl der Textureinheiten sollten insbesondere ältere Spiele aber etwas langsamer sein. Apropos moderne Spiele: Der RV250 ist nun vollständig kompatibel zu DirectX 8.1, im Gegensatz zu den GeForce4 MX Produkten, wie ATI gern betont.
Auf weitere Veränderungen des RV250 gegenüber dem bisherigen R200 werden wir zu einem späteren Zeitpunkt eingehen.


ATI Radeon 9000 Pro
ATI Radeon 9000 Pro

Im Vergleich mit den aktuellen ATI-Grafikkarten Radeon 7500 und Radeon 8500 fällt dem aufmerksamen Beobachter einer Radeon 9000 das Fehlen des ansonsten üblichen ATI Rage Theater Chips auf, der für den TV-Ausgang (und -Eingang) zuständig war. Dessen Funktionalität wurde in den RV250 Grafikchip integriert, genauso wie ein zweiter 400MHz RAMDAC, der für den Dual-Monitor-Betrieb sorgt.

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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