Warum KT400 ohne DDR400?

Offizielle DDR400-Unterstützung fehlt im KT400 wegen angeblichem Bug

Als VIA Technologies letzte Woche den lang erwarteten KT400 Chipsatz für Mainboards mit AMD-Prozessoren vorgestellt hat, war die Überraschung über die fehlende offizielle Unterstützung von DDR400 Hauptspeicher groß. Manche bezeichneten den Chipsatz dann auch gleich als KT333A, denn die ‚400‘ in der Produktbezeichnung erscheint falsch besetzt. Die Mainboard-Hersteller lassen sich dagegen auch von VIA nicht von den ursprünglichen Plänen abbringen und stellen ihre KT400-Platinen mit offizieller Unterstützung für DDR400 und 200 MHz Speicherbus vor (z.B. DFI, MSI). Warum nennt VIA dann nicht DDR400 als offizielles Feature, wenn die Platinenproduzenten versichern, dass es funktioniert?

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Ein Grund könnte die noch fehlende Spezifierung von DDR400 durch das Standardisierungsgremium der Speicherhersteller (JEDEC) sein. Intel beispielsweise hält sich strikt an die JEDEC-Standards. Solange eine Speicherform noch nicht standardisiert wurde, unterstützt kein Intel-Chipsatz solche Module. VIA dagegen hatte sich bei der Einführung des KT333 noch nicht darum gekümmert. Erst knapp zwei Monate später spezifizierte die JEDEC offiziell DDR333. Eventuell folgt VIA hier mit dem KT400 Intels Beispiel?

Ein anderer möglicher Grund für die fehlende offizielle DDR400-Unterstützung könnte ein Bug in der Northbridge des Chipsatzes sein. Nach verschiedenen Berichten kann ein Mainboard mit dem KT400 nur mit einem oder maximal zwei DDR400-Modulen stabil betrieben werden. In einem ersten Test der neuen ASUS A7V8X KT400-Platine wurde diese Annahme bestätigt. Nur ein DDR400-Modul konnte gleichzeitig eingesetzt werden. Darüberhinaus war auch die Performance bei 200 MHz Speichertakt sehr bescheiden. Dies könnte aber auch noch an der frühen Revision des ASUS-Boards liegen.

Beim Kauf eines KT400-Mainboards sollte man also unbedingt bedenken, dass der Speicherausbau einer solchen Platine sehr begrenzt ist, will man DDR400 einsetzen!

Quelle: x-bit labs

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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