DDR-II Hauptspeicher erst später

Massenproduktion und Verfügbarkeit soll sich bis 2005 verzögern

Auf der Platform Conference in San Jose Ende Januar zeigten sich Analysten und Chip-Hersteller skeptisch, dass der ursprüngliche Zeitplan für die Einführung von DDR-II SDRAM als Hauptspeicher für PCs eingehalten wird. Bisher ging man von einer breiten Verfügbarkeit in 2004 aus. Nun sieht es so aus, dass die Massenproduktion erst in 2005 aufgenommen werden wird – zwischen 12 und 18 Monaten später als erwartet. Als Gründe werden Verzögerungen bei der Entwicklung geeigneter Chipsätze und Mainboards genannt. Außerdem gibt es derzeit keinen Druck von den Computerherstellern, unbedingt eine neue Speichertechnologie auf den Markt zu bringen.

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Bis zur breiten Einführung von DDR-II Hauptspeicher wird DDR400 SDRAM die Lücke füllen. Für diese Speicherform (200MHz RAM-Takt) dürfte in Kürze ein offizieller Standard verabschiedet werden. Bereits jetzt unterstützen einige Chipsätze DDR400. Bei künftigen Chipsets wird dies wohl obligatorisch sein.

Die Verzögerungen bei DDR-II SDRAM haben die Einführung von DDR-II Grafikspeicher nicht beeinträchtigt, da dieser Punkt-zu-Punkt Verbindungen verwendet und weder Module noch Chipsätze benötigt. In Kürze wird DDR-II auf den ersten (GeForce FX) Grafikkarten zu finden sein.

Obwohl die meisten Hersteller wohl von 2005 ausgehen, plant Marktführer Samsung weiterhin 2004 mit dem Beginn der Massenproduktion von DDR-II SDRAM Speicherchips. Samsung liefert bereits jetzt große Mengen von DDR400 Chips aus. “Die zwei Speichertypen DDR-II und DDR400 können auf dem Markt koexistieren“, sagte Mian Quddus, Technologiemanager bei Samsung, letzte Woche in San Jose.
Samsung hatte schon im Frühjahr letzten Jahres Erfolge bei der DDR-II Entwicklung und die Verfügbarkeit von Mustern von 512Mbit DDR-II Speicherchips mit Datenübertragungsraten von bis zu 533 Mbit/s (DDR533) verkündet.

Quelle: SiliconStrategies.com

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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