Nachtrag zu AGP-Karten von ATI

Hersteller bestätigen Radeon X800 GTO, X1300 und X1600 für AGP

Nach den Gerüchten um neue AGP-Grafikkarten mit Chips von ATI hat Hartware.net bei einigen Herstellern nachgefragt. Diese haben verschiedene neue Modelle bestätigt, jedoch mit zum Teil unterschiedlicher Strategie. Manch ein Hersteller verzichtet auf Radeon X800 GTO AGP aufgrund der immer noch erhältlichen bisherigen Radeon X800 und X850 AGP-Karten. Radeon X1300 und X1600 werden aber definitiv für AGP kommen.

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Während sich manche Hersteller noch nicht festlegen wollten und von einer „wahrscheinlichen“ Radeon X1600 AGP sprechen, nannte ein Unternehmenssprecher bereits Zeitraum und Preisgefüge. Er rechnet mit der Verfügbarkeit der Radeon X1600 AGP-Grafikkarten zwischen Anfang und Mitte Januar, also in etwa einem Monat. Da diese im Gegensatz zu den PCI Express Modellen zusätzlich mit dem Rialto Bridge-Chip ausgestattet werden müssen, um den für PCIe konzipierten Grafikchip für den AGP tauglich zu machen, werden sie zwischen 10 und 20 Euro teurer sein als die PCIe-Varianten. Allerdings rechnet der Hersteller damit, dass die Preise relativ schnell nach der Einführung unter 200 Euro fallen werden.
Damit lägen die Radeon X1600 AGP-Grafikkarten dann im Preisbereich der Radeon X800 GTO, was diese überflüssig macht. Aus diesem Grund wird auf die GTO für AGP mancherorts ganz verzichtet, denn bis Januar kann die Nachfrage in diesem Bereich noch mit den bisherigen Radeon X800 und X850 Modellen überbrückt werden. Ein Hersteller verwies dabei explizit auf die Radeon X850 Pro AGP (12 Pipes, 520/540 MHz), die mit derzeit rund 240-250 Euro zwar etwas über der 200-Euro-Marke liegt, aber gerade für AGP-Nachrüster ein recht gutes Angebot darstellt.
Die Frage nach einer Radeon X1800 AGP wurde entweder mit „momentan nicht geplant“ oder ablehnend beantwortet. Nach Ansicht einiger Hersteller ist dieses High-End Modell wenig sinnvoll für den AGP, weil z.B. die ATI Avivo Video-Features die größere Bandbreite des PCI Express Bus benötigen. Außerdem rechnet man mit keiner großen Nachfrage nach AGP-Grafikkarten über 300 Euro, so dass die Entwicklung (neues Platinenlayout wegen Bridge-Chip) und Produktion eines solchen AGP-Modells keinen wirtschaftlichen Erfolg verspricht.

ATI Radeon X1600 PCIe Referenzmodell

Quelle: Eigene

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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