AMD: Details zu Barcelona / K10

Dreistufige Cache-Architektur

Es sind mal wieder Infos zu AMDs neuem Prozessor-Design an die Öffentlichkeit gebracht worden. Bisher wurde dieses unter dem Codenamen „Barcelona“ gehandelt, dieser Name gilt wie nun bekannt wurde aber nur für die Quad-Core-Opterons für Server. Diese Opterons basieren auf der „K10“-Architektur, die früher „K8L“ genannt wurde. Auf der gleichen Architektur werden auch die CPUs für Desktop-Rechner „Stars“ (2 Kerne) und „Cities“ (4 Kerne) sowie „Hawk“ und die Notebook-CPU „Griffin“ (2 Kerne, Anfang 2008) basieren.

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Der Speicherkontroller bei der K10-Architektur kommt mit DD2-RAM mit bis zu 667 MHz zurecht. Der Prefetch-Buffer, welcher aktiv wird, wenn Daten und Instruktionen angefordert werden, fasst 32 Byte. Die dreistufige Cache-Architektur besteht aus den 128 KByte großen L1-Caches und den 512 KByte großen L2-Caches. Sowohl von L1- als auch L2-Cache besitzt jeder Kern einen eigenen. Alle Kerne zusammen greifen auf einen 2 MByte großen L3-Cache zu.

Der Kontroller kann auf alle 3 Arten von Caches zugreifen und dabei auch Daten vom einem L1-Cache in einen anderen transferieren. Dabei muss ein Umweg über L3- und L2-Cache gemacht werden.

Neben der neuen Speicherarchitektur sollen auch die 128 Bit breiten SSE-Einheiten mit ebenso breitem Bus für Geschwindigkeitszuwächse sorgen. AMD verspricht bei Geiltkommaanwendungen bis zu 80 Prozent mehr Leistung im Vergleich zum derzeitigen Opteron und im Schnitt eine Verbesserung um 40 Prozent.

Die Leistungsaufnahme soll unter anderem durch das Abschalten ganzer Kerne reduziert werden. Die Takte der Kerne werden über das Bios reguliert werden können. Bei Single-Thread Anwendungen kann der einzelne laufende Kern auf Wunsch deutlich höher getaktet laufen. AMD gibt hierbei keine Empfehlungen und überlässt diese Tuning-Möglichkeit den Mainboard-Herstellern.

Diese werden für die neue Architektur zwei Versorgungsspannungen verbauen müssen wenn sie das Abschalte-Feature unterstützen wollen. Der Sockel wird in diesem Fall dann „AM2+“ heißen. Wer noch den alten AM2-Sockel verwendet kann auch die neuen, im 65 nm-Verfahren hergestellten CPUs nutzen. Diese verbrauchen dann aber etwa 10 Prozent mehr Strom. Das Erscheinungsdatum für die neue Technologie ist weiterhin recht schwammig mit „Mitte 2007“ angegeben.


Quelle: Golem

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