ATI verliert Marktanteile

nVidia nimmt Intel bei Desktop-Grafikchips erstmals die Führung ab

Der Markt für Grafikchips gab wie üblich etwas nach im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum traditionell starken Weihnachtsquartal zuvor, aber nach Untersuchungen der Marktforscher von Jon Peddie Research (JPR) wurden zuletzt immerhin 5,3 Prozent mehr Grafikchips verkauft als im gleichen (ersten) Quartal des Vorjahres. Dabei gab es ein paar Veränderungen bei den Marktanteilen der verschiedenen Hersteller.

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Das Zugpferd des Marktes insgesamt waren die mobilen Grafikchips, während Desktop-Chips z.B. auf Grafikkarten etwas nachgaben. Im Vergleich zum Vorjahr wurden fast 25 Prozent mehr mobile Grafikchips verkauft. Die Anzahl ausgelieferter Desktop-Grafikchips fiel dagegen um Jahresvergleich um 1,4%.
Im Mobil-Bereich liegt Intel weiter vorn und konnte seinen Marktanteil sogar von 50 auf 55 Prozent steigern. AMD verlor 0,2 Prozentpunkte auf 23,2% und nVidia gab sogar noch etwas mehr nach: von 22,9% auf jetzt 20%. Auch die kleineren Chipsatzhersteller wie VIA und SiS mussten Rückgänge hinnehmen.
Im Desktop-Bereich konnte nVidia Intel laut JPR erstmals überholen, allerdings nannten die Marktforscher keine konkreten Zahlen für die Chips für Grafikkarten und Mainboard-Chipsätze. Bei den Grafikkarten allein konnte nVidia ebenfalls zulegen und liegt nun bei 59,3 Prozent. ATI, jetzt Bestandteil von AMD, musste Marktanteile abgeben und liegt nun nur noch bei 40,2%.
Im Grafikmarkt insgesamt konnte Intel seine Marktführerschaft aufgrund der Erfolge im Mobil-Bereich weiter ausbauen und steigerte sich von 37,4 auf 38,7 Prozent. nVidia liegt weiterhin bei 28,5%. AMD bzw. ATI sank dagegen von 23 auf 21,9 Prozent.
Hier der Überblick über die Marktanteile der verschiedenen Hersteller von Grafikchips und -chipsätzen:

Rang Hersteller Marktanteile
Q4 2006
Marktanteile
Q1 2007
1 Intel 37,4% 38,7%
2 nVidia 28,5% 28,5%
3 AMD (früher: ATI) 23,0% 21,9%
4 VIA Technologies / S3 Graphics 6,7% 6,4%
5 Silicon Integrated Systems (SiS) 4,5% 4,3%
Andere (z.B. Matrox) <1% <1%

Quelle: DigiTimes

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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