HIS Radeon HD 4870 IceQ 4+ Turbo 1GB - Seite 3

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Taktraten und Overclocking

Wie erwähnt ist die HIS Radeon HD 4870 IceQ 4+ Turbo bereits ab Werk gegenüber einer „herkömmlichen“ Radeon HD 4870 um 3 bzw. 11 Prozent übertaktet. Der Chiptakt wurde von 750 auf 770 MHz, der Speichertakt von 900 auf 1000 MHz angehoben. Auf eine Absenkung der Taktraten im Desktop-Betrieb verzichtet HIS leider.

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Im Desktop-Betrieb (Idle) wurde der Grafikchip der HIS Radeon HD 4870 IceQ 4+ Turbo nur rund 51°C warm und blieb damit recht kühl. Unter Last stieg die Chiptemperatur auf lediglich 67°C an und war damit weit entfernt vom kritischen Bereich über 100°C.
Zum Vergleich: der Grafikchip einer normalen 4870 wurde Idle auf dieser Plattform etwa 78°C heiß. Dafür ist der Referenzkühler im Desktop-Betrieb allerdings etwas leiser.

Mit Hilfe einer manuellen Lüftereinstellung z.B. im Catalyst Control Center (CCC) kann der Lüfter leiser gemacht werden. Schon bei 30 Prozent (ca. 1300 Upm) ist der Lüfter fast unhörbar. Die Chiptemperatur stieg Idle dann bis auf 76°C, ist also leistungsmäßig vergleichbar mit dem Referenzkühler, aber deutlich leiser.
Wer lieber auf der sicheren Seite ist, kann den Lüfter auf 35 % einstellen. Bei rund 1800 Upm ist der Lüfter dann kaum hörbar, die Chiptemperatur ist Idle mit 59°C aber sehr viel niedriger.
Für den 3D-Betrieb ist die manuelle Lüftereinstellung aber nicht geeignet, unter Last wird der Grafikchip bei so leisem Lüfter viel zu heiß.


HIS Radeon HD 4870 IceQ 4+ Turbo

Grafikchip und -speicher der HIS Radeon HD 4870 IceQ 4+ Turbo ließen sich problemlos auf die im CCC maximal einstellbaren Taktraten von 790/1100 MHz drehen, ohne dass im Dauerbetrieb Abstürze oder Bildfehler auftraten. Damit wurde im 3DMark Vantage (Extreme Profil) ein GPU-Wert von 4395 Punkten erreicht. Die Leistungssteigerung gegenüber dem Auslieferungszustand (4118 Punkte) liegt damit bei 7 Prozent. Gegenüber einer herkömmlichen Radeon HD 4870 (1 GByte) mit Standardfrequenzen sind es sogar 11 %.
Der Speichertakt der HIS Radeon HD 4870 IceQ 4+ Turbo ist ja bereits ab Werk höher als bei der neuen Radeon HD 4890 und auch der Chiptakt konnte manuell – ohne die Beschränkung des CCC – auf deren Niveau (850 MHz) angehoben werden. Wer hier etwas Zeit zum Rumprobieren investiert, kann sicherlich noch mehr Leistung aus der HIS-Karte herausholen – zumindest mehr als eine Radeon HD 4890 bei Standardtakt liefert.

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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