AMD und Palit streiten

Geschäftsmodelle der Unternehmen scheinen inkompatibel

Nach Gerüchten um dessen Tochterfirma Gainward steht eventuell auch der Ausstieg Palits aus dem AMD-Grafikkarten-Segment aus. Der Grund: Angeblich soll AMD ungern eigene Designs bei seinen Produkten sehen und den Herstellern manchmal starke Beschränkungen auferlegen. Gainward und Palit setzen jedoch mit ihrem Geschäftsmodell auf eben diese eigenen Design-Lösungen und bieten für jede GPU auch übertaktete Varianten an. Es scheint, als würden sich die unterschiedlichen Geschäftsmodelle widersprechen.

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Durch eigene Platinen-Designs und übertaktete Grafikkarten möchten Gainward und Palit einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz erhalten. Letztes Jahr veröffentlichte Gainward sogar eine Variante der ATI Radeon HD 4850, die statt des üblichen GDDR3 SDRAMs auf GDDR5-Speicher basierte. Damit widersprach Gainward den offiziellen Empfehlungen von AMD: Der Konzern empfahl GDDR5 nur für die HD 4870. AMD zeigte sich über Gainwards Schritt wenig begeistert und soll deswegen keine Grafikchips von HD 4770 und HD 4890 an Gainward und Palit herausgegeben haben.
AMDs Position ist durchaus verständlich, denn das Unternehmen hat kein Interesse daran, dass ein Herstellungspartner mit einem Produkt der Konkurrenz zu stark überlegen ist. Dann stagniert nämlich nicht nur die Kundennachfrage nach Grafikkarten anderer Hersteller, sondern auch deren Nachfrage nach AMD-Chips.
Bei Kunden hingegen sind eigene Designs der Hersteller sehr beliebt, da sie entweder mehr Leistung oder geringere Verkaufspreise versprechen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Stimmung zwischen Gainward / Palit und AMD entwickelt: Bisher enthielten sich die Unternehmen eines Kommentares.

Quelle: Xbitlabs

André Westphal

Redakteur

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