80 Euro für Computerspiele?

Ex-Sony-Europe-Chef prophezeit Preiserhöhung

Viele Besitzer hochpreisiger Hardware nutzen ihre PCs vornehmlich zum Spielen: Geht es nach Chris Deering, Ex-Geschäftsführer von Sony Europe, könnte das bald ein teures Hobby werden. Deering prognostiziert, Spiele könnten in Zukunft preislich bei ca. 80 Euro liegen. Activision folgt in England bereits dem Trend zu Preiserhöhungen und setzt seine Verkaufsempfehlung für „Call of Duty: Modern Warfare 2“ auf 55 Pfund fest. Dieser empfohlene Verkaufspreis liegt deutlich über dem Durchschnitt, doch Deering glaubt, dies sei erst der Anfang.

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Activision will in Zukunft speziell in England auf höhere Verkaufspreise setzen, da das britische Pfund immer noch sehr schwach ist. Zudem sagte ein Firmensprecher, man müsse die Entwicklungskosten möglichst schnell wieder ausgleichen.
Chris Deering, auch bekannt als „Vater der Playstation“, sieht in Activisions Schritt nur den Beginn eines neuen Trends: „Um die Spiele preislich so anzubieten, dass sie die Spielebranche genau so tragen können wie noch vor zehn Jahren, müsste man sie für ca. 70 Pfund verkaufen.“ – 70 Pfund sind nach aktuellem Wechselkurs mehr als 80 Euro. Gleichzeitig gesteht Deering ein, dass Spieler nicht willig sind, derartige Preise zu zahlen, obgleich für die Entwickler wesentlich höhere Investitionen nötig sind als noch vor wenigen Jahren.
Valve spielt aus diesem Grund mit dem Gedanken, die Spieleentwicklung durch die Community mitfinanzieren zu lassen. Die Zukunft wird zeigen, ob Spielern höhere Preise bevorstehen oder vielleicht andere Maßnahmen für Entwickler wie Spieler Rettung bringen.

Quelle: bit-tech

André Westphal

Redakteur

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