End of Life: GTX 260, 275 & 285

Nvidia stellt mehrere Grafikkarten ein

Hartware.net hatte bereits von Gerüchten über die Einstellung von GeForce GTX 260, 275 und 285 berichtet. Scheinbar bedingte eine Knappheit der GT200-Chips Verfügbarkeitsprobleme. Jetzt naht die Aufklärung: Nvidias GT200b mit 1,4 Milliarden Transistoren entsteht bei TSMC im 55-Nanometer-Verfahren. AMDs DirectX-11-Cypress entsteht dort im 40-Nanometer-Verfahren und die Chipfläche ist wesentlich kleiner. AMD kann somit seine neueren Chips günstiger fertigen als Nvidia die letzte Generation – darum stellt Nvidia die Produktion ein.

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Ein Preiskrieg würde für Nvidia keinen Sinn machen, da AMD neuere Chips mit mehr Funktionen durch den kleineren Fertigungsprozess günstiger anbieten kann. Aus diesem Grund soll Nvidia bereits seine OEM-Partner benachrichtig haben: End-of-Life-Mitteilungen für die GeForce GTX 260, 275 und 285 seien bereits verschickt. In geringen Mengen sollen die Grafikkarten noch bis Februar verfügbar sein.
Warum dementierte Nvidia dann angesichts der aktuellen Knappheit der Grafikkarten vorherige Meldungen von der Einstellung der GT200-Chips? Die Produktionsmengen der aktuell verfügbaren GPUs wurden vor Monaten festgelegt und Nvidia rechnete mit weniger Nachfrage als aktuell besteht. Insofern hat die Knappheit der Chips nur indirekt mit den End-of-Life-Meldungen zu tun.

Fazit: Ein Preiskrieg wäre für Nvidia aussichtslos und das Unternehmen bietet seine aktuelle Grafikkartengeneration zwar weiter an, mit drastischen Preissenkungen oder breiter Verfügbarkeit ist aber nicht mehr zu rechnen. In dieser Runde gibt Nvidia das Zepter demnach bewusst an AMD ab und bereitet sich mit Fermi auf eine Neuordnung vor.

Quelle: Anandtech

André Westphal

Redakteur

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