Weniger ist mehr?

Manchmal ist weniger mehr. Zumindest wenn es nach dem Management der Konsolen-Sparte von Sony geht.

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Denn mit dem Firmware-Update 3.21, welches am 01. April erscheinen soll, wird der PlayStation 3 kein einziges Feature hinzugefügt. Vielmehr wird die Unterstützung von Linux auf der alten Version der PS3 komplett gestrichen. Wer das Update nicht installiert kann nicht mehr am PlayStation Network teilnehmen, keine kopiergeschützten Titel von einem Heim-Medienserver abspielen, keine Blu-ray-Titel oder Spiele abspielen, die eine Firmware ab Version 3.21 verlangen und kommt nicht in den Genuss von Features, die in zukünftigen Firmwares hinzugefügt werden.

Als Grund nennt Sony, dass die Linux-Unterstützung ein Sicherheitsrisiko darstelle (ein Hacker konnte mit Hilfe einer Linux-Installation Zugriff auf den Hypervisor erhalten). Vielleicht sollte sich die Firma aber daran erinnern, dass die PlayStation 3 damit beworben wurde, die Installation alternativer Betriebssysteme (‚Other OS‘) zu erlauben. Linux ist hier kein Hack, sondern ein Feature, dass per Update wieder entfernt werden soll.

Vielleicht wird das Beispiel ja Schule machen und Apple schaltet per Update die optischen Laufwerke aller Macs aus, damit die Kunden nur noch über iTunes Filme, Musik etc. besorgen. In Windows 7 werden sich mit Sicherheit viele Features finden, die Microsoft aus ‚Sicherheitsgründen‘ per Update entfernen könnte. VoIP auf Ihrem Handy? Dagegen hilft ein Firmware-Update. Ihr Blu-ray-Player kann DVDs abspielen? Leider nur noch bis zum nächsten Firmware-Update. Dem Kaffeevollautomaten könnte man die Espresso-Funktion entziehen und wieso kann Ihre Waschmaschine eigentlich noch immer mit pflegeleichter Wäsche umgehen? Bei meiner wurde der Programmpunkt längst per Firmware-Update entfernt. Und mein sündhaft teurer Plasmafernseher funktioniert seit Version 1.53 auch nur noch in Schwarz-Weiß…

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