ARM-Sprecher kommentiert Intel

Sieht keine Bedrohung in deren Vorstoß in den mobilen Markt

Es fing damit an, dass Intel einen Seitenhieb auf ARM austeilte, indem die Firma behauptete Windows 8 werde nur auf CPUs mit x86-Architektur den vollen Funktionsumfang bieten. Nachdem Microsoft Intels Aussagen rasch dementierte, setzt ARM nun zum Gegenschlag an und kommentiert Intels Vorstoß in das mobile Segment für Smartphones und Tablets. James Bruce, ARMs Manager für mobile Strategien, belächelt Intels Bemühungen aktuell: „Natürlich wird man aufmerksam, wenn eine Firma wie Intel in den eigenen Markt einsteigt. Aber dies ist kein Kampf Intel vs. ARM, sondern Intel gegen das gesamte ARM-Ökosystem.“

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Bruce spielt darauf an, dass zahlreiche Firmen ARMs Lizenzen nutzen, um auf deren Basis eigene CPUs bereit zu stellen. Somit tritt Intel nicht wie im PC-Segment gegen einzelne Firmen wie AMD oder VIA an, sondern neben ARM eben auch gegen deren Partner wie Apple, Nvidia, Qualcomm und Samsung. Bruce erklärt: „Der mobile Markt funktioniert nicht monolithisch. Es gibt keine einzige Lösung, die auf alles passt. ARMs Partner entwickeln viele unterschiedliche Chips zu verschiedenen Einstiegspreisen und mit jeweils spezifischem Funktionsumfang. Auf diese Weise kann das ARM-Ökosystem den gesamten mobilen Markt abdecken.“

Aus diesem Grund bewertet Bruce Intels Einstieg in den mobilen Markt als äußerst kompliziert. Es gehe nicht darum einzelne CPUs zu verkaufen, sondern quasi ein beinahe komplettes Smartphone mit einem Chip abzuliefern. Hier fehle Intel nach Bruces Ansicht die Erfahrung.

Spannenderweise bewertet Intel umgekehrt ARMs Einstieg in das Server-Segment recht ähnlich. Beide Firmen beobachten die Aktivitäten des jeweils anderen Unternehmens mit Argusaugen und für Kunden bleibt der Machtkampf auf den jeweiligen Marktsegmenten auch in Zukunft spannend.

Quelle: TomsHardware

André Westphal

Redakteur

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