Sony ändert 3D-Politik für Kinos

Übernimmt die Kosten für die Brillen nicht mehr

Sony hat Kinobetreiber in den USA informiert, dass das Unternehmen die Kosten für 3D-Brillen nicht mehr übernimmt. Bisher kam das Studio jeweils für die Brillen auf, die bei den hauseigenen 3D-Filmen an Zuschauer verteilt werden. Pro größerem Film belaufen sich diese Kosten laut Analysten international auf ca. 5 bis 10 Millionen US-Dollar. Selbst bei kleineren Produktionen in 3D sollen schnell 1,5 bis 2 Millionen US-Dollar an Kosten auflaufen. Pro Ticket zahlt Sony durch die Bereitstellung der 3D-Brillen demnach im Grunde 50 Cent. Jene Kosten will man nun einsparen.

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Wenig überraschend: Kinobesitzer zeigen sich wenig begeistert von Sonys Schachzug, müssen sie doch in Zukunft ihre Preispolitik überdenken und laufen Gefahr Kunden zu verlieren. Beispielsweise müsste man entweder pauschal die Preise für Eintrittskarten für 3D-Filme anheben oder eine Zusatzgebühr / einen Pfand für das Ausleihen von 3D-Brillen einführen.

Analysten erwarten, dass andere Studios Sonys Beispiel folgen werden. Sony argumentiert wiederum die Kinobesitzer erhielten dadurch in Zukunft eine weitere Möglichkeit Einnahmen zu generieren. Zudem gebe man seinen Partnern laut Rory Bruer, Führungskraft bei Sony, ausreichend Zeit um die jeweiligen Geschäftspolitiken anzupassen. So stellt Sony die Übernahme der Kosten für 3D-Brillen ab Mai 2012 ein – bevor die neuen 3D-Blockbuster des Studios, „Men in Black 3“ und „The Amazing Spider-Man“, anlaufen.

Quelle: Electronista

André Westphal

Redakteur

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