Xbox 720 als Cloud-Gaming-Konsole?

Neue Konsole soll optische Disks mit Cloud-Diensten verbinden

Die Analysten spekulieren wieder mal wild, was die Technik der kommenden Xbox 720 von Microsoft betrifft: So soll das Gerät mit dem Codenamen Loop laut Meinung mehrerer Analysten auf eine Verbindung aus optischen Disks und Cloud-Diensten setzen. Sicher ist man sich aber, dass trotz steigender Verbreitung der Cloud-Gaming-Dienste Gaikai und OnLive in jedem Fall ein optisches Laufwerk an Bord sein wird. Jedoch könnte man mit Zusatzinhalten mehr Optionen über die Cloud regeln und viele Spiele direkt parallel einmal als Disks und einmal als rein digitale Versionen über die Cloud anbieten.

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Man vermutet Microsoft wird sich an Anbietern wie Amazon, Apple und Google orientieren, die ebenfalls bei Apps und Inhalts-Angeboten auf cloudbasierte Dienste setzen. Die Analysten rechnen also damit, dass Anwender mit der nächsten Konsolengeneration wesentlich breit gefächertere Speicheroptionen in der Cloud nutzen können. Eventuell wäre durch die verstärkte Nutzung von Cloud-Speicheroptionen gar der Verzicht auf eine Festplatte möglich.

Der Analyst David Cole, Mitarbeiter bei DFC Intelligence, ist etwas vorsichtiger mit seinen Prognosen: Zwar prophezeit auch er verstärkten Cloud-Einsatz, glaubt aber vielmehr, dass die Cloud zwar neue Türen öffnen werde, die optischen Medien aber zumindest bei der nächsten Konsolengeneration noch die wichtigere Technik seien. Zudem glaubt er für Spieler seien gewisse Rituale bedeutsam: gemeinsam zu Mitternachtsverkäufen zu pilgern, um als Erster ein Spiel zu ergattern oder einfach seinen Freunden seine Sammlung im Regal zu präsentieren.

Zusammengefasst glauben alle Analysten an einen stärkeren Einsatz von cloudbasierten Angeboten, die Xbox 720 wird aber in erster Linie eine Art „Hybrid-Konsole“, die physischen Medien weiterhin große Bedeutung beimisst.

Quelle: IndustryGamers

André Westphal

Redakteur

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