Bitkom: Festplattenpreise bleiben hoch

Altes Produktionsniveau im September, niedrigeres Preisniveau fraglich

Einer Untersuchung des IT-Branchenverbands Bitkom zufolge, befinden sich die Festplattenpreise seit der Flutkatastrophe in Thailand im vergangenen Jahr auf einem sehr hohen Niveau. So seien die Preise für Festplatten infolge der Flutkatastrophe im vierten Quartal 2011 durchschnittlich um fast 40 Prozent gestiegen. Seitdem fahren die Festplattenhersteller die Produktion zwar schrittweise hoch, auf die Preise habe dies aber kaum Auswirkungen. So seien die Festplattenpreise in den ersten drei Monaten dieses Jahres durchschnittlich um nur 2 Prozent zurückgegangen.

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Obwohl im Durchschnitt kaum spürbare Bewegungen bei den Festplattenpreisen stattfanden, soll es bei einzelnen Modellen zum Teil extreme Ausschläge nach oben und unten gegeben haben. Deshalb rät Bitkom-Präsident, Prof. Dieter Kempf, den Verbrauchern, die Preise für bestimmte Modelle zu beobachten und Händlerangebote zu vergleichen.

Das alte Produktionsniveau soll laut Herstellerangaben spätestens im September wieder erreicht werden. Ob allerdings auch die Festplattenpreise das niedrige Niveau vor der Flut erreichen, ist laut der Bitkom fraglich, da die Hersteller viel Geld in die Wiederherstellung ihrer Produktionsanlagen investiert haben, was sich zwangsläufig auf das Preisniveau auswirken dürfte.

Grundlage dieser Angaben sind Berechnungen des Preisvergleichsportals Guenstiger.de, das die Preisenticklung von 2.671 Festplatten im ersten Quartal 2012 beobachtet hat.

Quelle: Bitkom

Jan Apostel

Redakteur

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