Standard für 8K-TV beschlossen

Hört auf den Namen "Super Hi-Vision"

Die International Telecommunication Union (ITU) der UN hat einen neuen Standard für Fernsehübertragungen in 8K (7680 x 4320 Bildpunkte) beschlossen. Dieser Standard entspricht dem 16-fachen aktueller Geräte mit Full HD (1920 x 1080 Bildpunkte). Das neue Format hört auf den Namen „Super Hi-Vision“ und soll Bilder und Videos derart lebensnah darstellen, dass der Zuschauer beinahe das Gefühl habe, er stehe selbst mitten im Geschehen. Neben der Auflösung sollen auch höhere Bildraten drin sein: Aktuell sind es 60 Bilder pro Sekunde, langfristig aber 120 Bilder pro Sekunde.

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Zum Vergleich: Aktuelle HD-TV-Sendungen laufen nur mit 25 Bildern pro Sekunde. Analysten sehen Super Hi-Vision als nächsten logischen Schritt für Fernsehen und Heimkino. Um die Vorteile der hohen Auflösung aber nutzen zu können, sind sehr hohe Bilddiagonalen notwendig: Ein gemeinsamer Prototyp-Bildschirm der japanischen Rundfunkgesellschaft NHK bzw. Panasonics misst 145 Zoll in der Diagonale.

Aktuell gibt es zwar bereits vereinzelte Fernseher mit 84 Zoll Bilddiagonale und immerhin 4K-Auflösungen, wie LGs 84LM9600 mit 3840 x 2160 Bildpunkten, jene Modelle richten sich aber an das absolute High-End-Segment. So kostet besagter LG-TV beispielsweise umgerechnet fast 18.000 Euro.

Bildschirme mit 8K sollen entsprechend nicht vor 2020 in den breiten Handel gelangen: Dann will die japanische NHK erste Sendungen in Super Hi-Vision ausstrahlen. Selbst dann sollen die nötigen TVs aber noch für das Gros der Kunden zu teuer sein: „Ich denke Preise von unter 10.000 US-Dollar sind frühestens ab 2025 zu erwarten“, orakelt der Gartner-Analyst Paul O’Donovan. Selbst derartige Modelle sollen Diagonalen von „nur“ 55 Zoll aufweisen und somit nur eingeschränkt von der extrem hohen Auflösung profitieren, immerhin aber merkbar mehr Schärfe, eine bessere Farbwiedergabe und eine flüssigere Bewegtbilddarstellung offerieren.

Quelle: BBC

André Westphal

Redakteur

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