Intel braucht ARM-Lizenz?

ARM-Mitbegründer schüttelt den Kopf über die Konkurrenz

Der ARM-Mitbegründer Robin Saxby schüttelt über Intel den Kopf: Im Rahmen der GSA Entrepreneurship Conference hat Saxby deutliche Worte gesprochen: „Als ARM-Aktionär empfehle ich Intel einfach Lizenznehmer bei ARM zu werden und mit dem ganzen Rumgehühner aufzuhören.“ Saxby spielt darauf an, dass ARM aufgrund seiner energieeffizienten Prozessoren und seiner zahlreichen Partner im mobilen Segment Marktführer ist. Praktisch alle SoCs (System-On-Chip) in Smartphones und Tablets basieren auf ARM-Designs.

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Intel versucht seit mehreren Jahren mit seinen x86-Prozessoren auch im mobilen Segment Fuß zu fassen, kann aber bisher bestenfalls Achtungserfolge verbuchen. Saxby schlägt also vor dass Intel, statt gegen ARM anzugehen, lieber mit dem Unternehmen kooperieren sollte.

Laut Saxby sei dies schon immer ARMs Weg gewesen. Als man mit einem kleinen Team aus 12 Ingenieuren und so gut wie keinen finanziellen Mitteln angefangen habe, habe ARM von Anfang an versucht andere Hersteller zu Partnern und nicht zu Konkurrenten zu machen. Aus diesem Gedanken heraus entstand auch ARMs erfolgreiches Lizenzmodell. „Der einzige Feind, aus dem wir noch keinen Freund machen konnten, ist Intel“, sinniert Saxby.

Aus Saxbys Sicht mache Intels krampfhaftes Kleben an der x86-Architektur keinen Sinn. Jene Prozessor-Designs seien einfach von Anfang an auf Computer ausgelegt gewesen, die eine dauerhafte Verbindung zum Stromnetz benötigen. ARMs Designs hingegen seien im Gegenteil von Anfang an auf den mobilen Markt ausgelegt gewesen. Während für Intel die Leistung im Zentrum stehe, sei es bei ARM die Energieeffizienz. Würde Intel nun den sinnlosen Kampf gegen ARM aufgeben und stattdessen einfach ARMs Architektur lizensieren, kämen die Marktanteile laut Saxby von ganz allein.

Quelle: ElectronicsWeekly

André Westphal

Redakteur

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