AMD stellt „HUMA“ vor

Initiative für „Heterogeneous Uniform Memory Access“

AMD stellt als Gründungsmitglied der der HSA Foundation, die sich zum Ziel gesetzt hat die sogenannte „Heterogeneous System Architecture“ weiterzuentwickeln, eine neue Technik namens „HUMA“ („Heterogeneous Uniform Memory Access“) vor. Im Grunde möchte AMD damit das Prinzip der Sony Playstation 4 auf den PC-Bereich übertragen: CPU und GPU sollen sich einen gemeinsamen Speicher teilen und auf diese Weise schneller Daten miteinander austauschen. Derzeit kann die GPU nur auf Daten zugreifen, welche die CPU bereits in einen anderen Adressraum geschrieben hat – das sorgt für Verzögerungen.

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Über HUMA soll sich dies ändern, da CPU und GPU den gesamten Inhalt des gemeinsamen Speichers sehen und bearbeiten können. Auf diese Weise lassen sich Neu- / Doppelberechnungen vermeiden und der Austausch sowohl effizienter als auch schneller vollziehen. Tatsächlich sollen CPU und GPU sogar auf einen gemeinsamen Cache zugreifen. HUMA soll dabei ausdrücklich eine Hardware- und keine Software-basierte Lösung sein. Offenbar wurde AMD hier durch seine Mitwirkung an der Sony Playstation 4 inspiriert.

Neu bei HUMA ist auch, dass die GPU Zugriff auf einen virtuellen Speicher erhält – bisher ein Merkmal des Hauptprozessors. Insgesamt soll es HUMA Entwicklern wesentlich leichter machen in Programmen die GPU zur Unterstützung der CPU einzubinden – die Notwendigkeit für spezielle APIs wie Direct Compute oder OpenCL entfällt nämlich.

AMDs Kaverie-APUs unterstützen HUMA. Theoretisch können aber auch andere Mitglieder der HSA die Technik nutzen.




Quelle: ComputerBase

André Westphal

Redakteur

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