Harte Strafe für E-Book-Geschäftemacherei

Apple soll sich rigiden Richtlinien beugen

Anfang Juni gab es bereits Rummel um mögliche Preisabsprachen bei E-Books: Apple sollte in den USA mit den größten Verlagen Preisabsprachen getroffen haben, um besser mit Amazon konkurrieren zu können. Während die Verlage sich bereits außergerichtlich mit den zuständigen US-Justizbehören geeinigt haben, ließ es Apple auf ein Verfahren ankommen – und soll sich nun rigiden Richtlinien beugen. Dagegen protestiert jetzt nicht nur das Unternehmen selbst, sondern auch die Verlage haben Einwände gegen die Entscheidung des amerikanischen Department of Justice.

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Apple soll ab sofort Links zu anderen E-Book-Anbietern wie Amazon oder Barnes & Noble zulassen. Zudem soll Apple seine Verträge mit den fünf größten US-Verlagen kündigen und für 5 Jahre keine neuen Abkommen treffen. Auch soll Apple keinerlei Verträge mit Anbietern aus den Bereichen Musik, TV und Film abschließen, die „mit hoher Wahrscheinlichkeit die Preise bei Apples Konkurrenten in die Höhe treiben könnten“.

Gegen den Beschluss wehren sich die Verlage Hachette, HarperCollins, Penguin Random House, Simon & Schuster und Macmillan. So solln die Vorgaben des Department of Justice Apple daran hindern Rabatte auszuhandeln, was wiederum Konkurrenten wie Amazon unverhältnismäßig in die Hände spiele. Darunter würden sowohl Apple leiden als auch die Verlage, die bereits eine Einigung mit der Justizbehörde erzielt hatten.

Auch Apple ist unzufrieden mit den Vorgaben des Department of Justice und bezeichnet sie als „drakonisch und rigide“. Die Behörde lege „vollkommen unverhältnismäßige“ Strafen für Apples Fehlverhalten an. Apple und die Verlage wollen nun gegen den Beschluss vorgehen.

Quelle: Electronista

André Westphal

Redakteur

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